Interview
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Die Elbe-Stadt Bleckede ließ sich als eine der ersten Städte zum Thema „Wasser in der Stadt“ von den GERICS-Spezialisten beraten. Jens Böther, der Bürgermeister der rund 10.000 Einwohner zählenden Gemeinde in der niedersächsischen Elbtalaue, bespricht mit Markus Groth die Ergebnisse. Veröffentlicht wurde das Interview im HZG-Magazin in2science. Interview: "Land unter in Bleckede"


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Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf die Gesellschaft und auf Unternehmen? Welche Auswirkungen haben Starkregen oder Trockenperioden auf die Region? Die Antworten liefert das Climate Service Center Germany GERICS. www.gerics.de


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Küsten, Klima und Gesellschaft

GERICS

Ideenschmiede für Klimadienstleistungen

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Foto: Fotolia/Martin Stiavnicky

Seit Beginn der Industrialisierung stieg die globale Temperatur um circa ein Grad an, der Klimawandel ist in vollem Gange. Wie stark er sich in Zukunft auswirkt, hängt vor allem davon ab, inwieweit die Menschheit die Treibhausgasemissionen senken wird und ob die vereinbarte Zwei-Grad-Obergrenze eingehalten werden kann. Doch fest steht: Aufzuhalten ist der Klimawandel nicht. Wir werden uns auf die Folgen einstellen und an diese anpassen müssen.

Für Politik, Verwaltungen und Unternehmen stehen dabei konkrete Fragestellungen an: Inwieweit muss sich eine Stadt mit ihrem Regenwassermanagement auf künftige Starkregen-Ereignisse einstellen? Wie kann eine klimaangepasste Stadtentwicklung aussehen? Wie können Unternehmen die Auswirkungen des Klimawandels zukünftig im Rahmen ihrer Planungsprozesse mit berücksichtigen? Wie wirken sich diese Auswirkungen auf zunehmend global vernetzte Lieferketten aus?

Klimawandelinformationen, Produkte und Diensleistungen

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Foto: Fotolia/Tomas Sereda

Diese Fragen spiegeln exemplarisch den aktuellen Informationsbedarf von Entscheidern zum Klimawandel sowie zu dessen Auswirkungen wider.

Das Climate Service Center Germany, kurz GERICS, fungiert als Ideenschmiede, um diesem Bedarf zu begegnen. Es schafft neue Prototypen für Klimadienstleistungen und arbeitet in enger Kooperation mit der Wissenschaft und mit Praxispartnern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltungen. GERICS fördert aktiv die Vernetzung dieser Akteure untereinander.

GERICS entwickelt wissenschaftlich fundiert prototypische Produkte und Dienstleistungen, um Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Zurzeit liegt der Schwerpunkt der unterstützenden Aktivitäten auf den Bereichen Wasser, Energie, Ökosysteme sowie Städte.

Für Aktivitäten zur Anpassung an den Klimawandel werden hochaufgelöste Informationen zum Klimawandel benötigt. GERICS ist an der Entwicklung von Modellen und Methoden beteiligt, um lokale Klimawandelinformationen bereitstellen zu können.

Nutzerbedarf berücksichtigen

Anpassungsmaßnahmen müssen sich stets an den spezifischen Gegebenheiten vor Ort orientieren: Eine Gemeinde an der Küste steht vor anderen Problemen als eine Kommune in den Bergen. Um passgenaue Lösungen für den individuellen Bedarf an Klimainformationen zu entwickeln, arbeiten die GERICS-Fachleute eng mit den jeweiligen Nutzern zusammen.

Unter anderem entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Climate-Fact-Sheets. Diese stellen in kompakter Form wesentliche Informationen zu Klima und Klimawandel für Länder, Regionen, Klimazonen und Produktionsstandorte bereit.

Integration des Themas Klimawandel in Entwicklungsstrategien

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Außerdem arbeiten die GERICS-Fachleute an modularen Beratungsbaukästen. Die Beratungsmodule zur Integration des Themas Klimawandel in Entwicklungsstrategien für Städte und Unternehmen sind praxisorientiert und können nach dem Baukastenprinzip individuell und nutzerspezifisch zusammengestellt werden.

Der „Stadtbaukasten“ unterstützt Städte und Gemeinden bei der Entwicklung und Umsetzung von Strategien und Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Dabei werden auch Aspekte des Klimaschutzes gleichermaßen mit einbezogen.

Es existiert eine Schnittstelle zum „Unternehmensbaukasten“. Dieser richtet sich gezielt an Entscheidungsträger in Unternehmen, um in den mittel- und langfristigen Unternehmensstrategien die Chancen und Risiken des Klimawandels berücksichtigen zu können.