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Droht uns 2020 ein neuer Dürresommer?

Wissenschaftliche Arbeiten zu Dürren unter Klimawandel

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Climate Service Centers Germany GERICS haben auf dieser Seite Material zum Thema "Dürre und Klimawandel" zusammengestellt.

Vertrocknete Ernte

Foto: Fotolia/rsooll

Die Bodenfeuchte in Deutschland hat im April 2020 aus mehreren Gründen alarmierend niedrige Werte erreicht: Seit Mitte März gibt es nur noch sehr geringe Niederschläge. Darüber hinaus führten der frühere Beginn der Vegetationsperiode, ein hoher Strahlungseintrag und teilweise starker Wind zu hohen Verdunstungsraten. Die Waldbrandalarmstufe ist deutschlandweit erhöht.

Den Landwirten, Wirtschaftsvertretern und Wissenschaftlern bereitet der bislang fehlende Frühjahrsregen Sorgen. Mit anhaltender Wasserknappheit wächst in Deutschland die Gefahr einer Dürre. Und auch die vergangenen beiden Jahre waren außergewöhnlich trocken. Sollte es in den kommenden Wochen nicht ausreichend regnen, droht der Landwirtschaft eine Missernte. Ähnlich sieht es auch in den vegetations- und waldreichen Gebieten aus, in denen nicht nur der Mangel an Niederschlägen ein Problem darstellt, sondern auch die intensive Sommerhitze und der Schädlingsbefall der letzten drei Jahre.

Dies ist eine Sammlung von Aktivitäten zum Themenkreis Dürre im GERICS, sowie von interessanten Links und weiterführenden Dokumenten.

Aktivitäten zum Themenkreis Dürre

GERICS ist Partner im EU-Projekt NAIAD (NAture Insurance value: Bewertung und Demonstration). NAIAD hat zum Ziel, den Versicherungswert von Ökosystemen zu operationalisieren, um die menschlichen und wirtschaftlichen Kosten von Risiken im Zusammenhang mit Wasser (Überschwemmungen und Dürre) zu reduzieren. Eine Fallstudie in Spanien, an der wir beteiligt sind, steht im Zusammenhang mit Dürreperioden in landwirtschaftlichen Gebieten
Homepage NAIAD

GERICS ist Partner im EU-Projekt INNOVA (Innovation in Climate Services Provision). Ein wichtiges Projektziel ist die gemeinsame Entwicklung innovativer Lösungen zur Umwandlung von Klimarisiken in Chancen unter aktiver Beteiligung verschiedener Interessengruppen. INNOVA zeigt a) für Guadeloupe, wie Klimadienstleistungen für den landwirtschaftlichen Sektor entwickelt werden können, um verschiedene Extremereignisse zu überwinden, zu denen Wasserknappheit und Dürren zählen; b) für Valencia, wie Klimadienstleistungen für den städtischen Wassersektor entwickelt werden können, um sich an Dürren und Wasserknappheit mit Auswirkungen auf die Wasserqualität anzupassen.
Homepage INNOVA

GERICS ist Partner im EU-Projekt “Climateurope - Linking science and society”. Hier entwickeln und leiten wir eine Reihe von Climateurope Festivals. Das Tagungsformat mit Festivalcharakter trägt auf besondere Weise dazu bei, den Dialog zwischen Klimawissenschaft, Klimaserviceanbietern und Nutzern anzuregen. Der erste Tag des “Climateurope Festival 2017” in Valencia, Spanien, das vom 5.-7. April 2017 stattfand, widmete sich ganz dem Thema „From climate information to climate services in Water Sector”, das auch den Themenkomplex “Dürre“ einbezog.
Homepage Climateurope 2017

GERICS ist Partner im vom BMBF geförderten Projekt HAPPI-DE (Half a degree Additional warming, Prognosis and Projected Impacts). Im Rahmen von HAPPI-DE haben wir einige regionale Dürre-Indizes für unterschiedliche Regionen in Europa unter 1.5 und 2 Grad globaler Erwärmung erstellt. Siehe:

Sieck, K., Nam, C., Bouwer, L. M., Rechid, D., and Jacob, D.: Weather extremes over Europe under 1.5 °C and 2.0 °C global warming from HAPPI regional climate ensemble simulations, Earth Syst. Dynam. Discuss., DOI: org/10.5194/esd-2020-4, in review, 2020.

GERICS ist Partner im von der Helmholtz-Gemeinschaft geförderten Projekt ADAPTER (ADAPT tERrestrial systems). Das übergeordnete Projektziel ist es, eine breitere Informationsbasis für die Landwirtschaft zu schaffen. Damit sollen besser fundierte Entscheidungen hin zu einer nachhaltigeren, wetter- und klimaresilienteren Landwirtschaft ermöglicht werden. Auch hier spielt das Thema Dürre eine große Rolle.

Projekt ADAPTER @ GERICS Homepage ADAPTER

Das Projekt IMLAND (Integrative modeling lab on agricultural adaptation in North Germany), ein im Rahmen des Helmholtz Institute for Climate Service Science (HICSS) laufendes Projekt, befasst sich hauptsächlich mit Anpassungsstrategien, um die Auswirkungen von Dürren auf die Landwirtschaft in Nordostniedersachen zu reduzieren.
Projekt IMLAND @ HICSS


Das Projekt LANDMATE (Modelling human LAND surface Modifications and its feedbacks on local and regional cliMATE), ein im Rahmen des Helmholtz Institute for Climate Service Science (HICSS) laufendes Projekt, befasst sich mit den direkten biophysikalischen Auswirkungen der Veränderungen anthropogener Landnutzungsänderungen auf das lokale und regionale Klima. Unter anderen werden im Projekt die Effekte von Bewässerungsmethoden landwirtschaftlicher Flächen, welche zur Anpassung an Dürreperioden verwendet werden, sowie die Auswirkungen von Landnutzungsänderungen unter Dürrebedingungen untersucht.
Projekt LANDMATE @ HICSS

Zum Themenfeld Dürre gehörende GERICS Publikationen (und Publikationen mit Beteiligung von GERICS)

Veröffentlichungen auf der Grundlage von Forschungsarbeiten im Rahmen des EU-Projekts IMPREX

Vom GERICS koordinierte Beiträge zum Thema im Klimanavigator

Interessante Publikationen anderer Autoren

Weitere interessante Links

Ansprechpartnerin


Wissenschaftlerin

Dr. Diana Rechid

Climate Service Center Germany GERICS

Helmholtz-Zentrum Geesthacht

Tel: +49 (0) 40 226 338 452

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