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LSP Days 2019

Rund 50 Teilnehmer in Geesthacht und Hamburg

Der zweite Europäische Workshop zum Thema „Laser-Schock-Peening“ wurde gemeinsam vom Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) GmbH und dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) organisiert. Der Workshop fand an den Tagungsorten in Hamburg am ZAL und in Geesthacht statt.

LSP Workshop Die Teilnehmer in Geesthacht

Die Teilnehmer in Geesthacht [Foto: HZG/Heidrun Hillen]

Das „Laser-Schock-Peening“ ist ein Oberflächenbearbeitungsverfahren zur Erzeugung von maßgeschneiderten Eigenspannungszuständen in Werkstoffen und Bauteilen. Das Hauptaugenmerk richtet sich dabei auf die Einstellung von Druckeigenspannungen in großen Materialtiefen, um die Beständigkeit gegen Ermüdungsbruchversagen und Verschleißermüdung sowie Spannungs- und Schwingungsrisskorrosion zu erhöhen. Das „Laser-Sock-Peening (LSP)“-Verfahren die Möglichkeit plastische Verformungen in metallischen Blechbauteile gezielt zu erzeugen und somit das Verfahren zum Umformen und Richten zu nutzen.

Der internationale Workshop hatte das Ziel, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Universitäten und Forschungseinrichtungen mit Industrievertretern zusammenzubringen, um über die aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet der „Laser-Shock-Peening“-Technologie in Hinblick auf potentielle industrielle Anwendungen zu diskutieren. Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehr als 10 Länder kamen am 18. September am 3. Workshop-Tag in das Helmholtz-Zentrum Geesthacht zu Vorträgen und praktischen Tutorials, in welchen die Themen zu LSP-Prozessen und Charakterisierung von LSP-behandelten Bauteilen und Strukturen vertieft wurden. Tagungsleiter des Workshops waren Dr. Nikolai Kashaev (Laser-Materialbearbeitung und Strukturbewertung), Prof. Benjamin Klusemann (Festphase Fügeprozesse) sowie Dr. David Osman Busse (Senior Systems Engineer am ZAL).

Forschungsaktivitäten im Zentrum


Dr. Nikolai Kashaev war neben Prof. Benjamin Klusemann sowie Dr. David Osman Busse (ZAL) einer der Organisatoren.

Dr. Nikolai Kashaev war neben Prof. Benjamin Klusemann sowie Dr. David Osman Busse (ZAL) einer der Organisatoren. [Foto: HZG/Christian Schmid]

Die Abteilung „Laser-Materialbearbeitung und Strukturbewertung“ des Geschäftsbereiches Werkstoffmechanik im Institut für Werkstoffforschung ist spezialisiert auf dem Gebiet der Laser-Materialbearbeitung von metallischen Werkstoffen sowie deren Charakterisierung durch zerstörungsfreie Prüfung, metallographische Analyse und mechanische Prüfung. Neben dem Laserstrahlschweißen und „Laser-Shock-Peening“ steht auch das laseradditive Fertigungsverfahren des „Laser-Metal-Deposition“ (LMD) mit Draht oder Pulver im Fokus der Forschungsaktivitäten in der Abteilung.

Die ebenfalls im Geschäftsbereich Werkstoffmechanik angesiedelte Abteilung „Festphase Fügeprozesse“ bearbeitet grundlagen- und anwendungsorientierte Forschungsthemen auf dem Gebiet der Reibschweißtechnologien. Rührreibschweißen und verwandte reibbasierte Verfahren, wie das Reibpunktschweißen und Reibauftragschweißen gehören zu den Kernkompetenzen, bei denen die Abteilung international führende Position einnimmt. Diese Verfahren ermöglichen ein hohes Maß an Flexibilität um verschiedene (artgleich sowie artfremde) Werkstoffkombinationen zu fügen oder zu beschichten.

Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL)


ZAL Logo

Das Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) GmbH betreibt das in Hamburg-Finkenwerder errichtete TechCenter, in welchem OEMs und Zulieferer aus dem Luftfahrtbereich zusammen unter einem Dach arbeiten. Darüber hinaus bietet das ZAL Dienstleistungen an und etabliert sich als Technologiepartner der OEMs und Zulieferer. Die Dienstleistungen des ZAL konzentrieren sich dabei auf die Schnittstellen zwischen den erwähnten Akteuren.

Kontakt


Dr.-Ing. Nikolai Kashaev

Leiter der Abteilung “Laser-Materialbearbeitung und Strukturbewertung”

Helmholtz-Zentrum Geesthacht

Tel: +49(0)4152 87-2536

E-Mail Kontakt