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Nachwuchsförderprogramm für Data Science

Helmholtz-Gemeinschaft fördert neue Graduiertenschule mit 6 Millionen Euro

Der Standort DESY in Hamburg bekommt eine neue Graduiertenschule für Datenwissenschaften. Die “Data Science in Hamburg – Helmholtz Graduate School for the Structure of Matter”, kurz DASHH, wird jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine interdisziplinäre und anwendungsorientierte Ausbildung in der Verarbeitung und Analyse großer Datenmengen bei der Erforschung der Materie bieten. Die Helmholtz-Gemeinschaft hat jetzt beschlossen, die Initiative von DESY, der Universität Hamburg (UHH) und der Technischen Universität Hamburg (TUHH) sowie fünf weiteren norddeutschen Forschungseinrichtungen, u.a. das Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG), mit fast sechs Millionen Euro über die nächsten sechs Jahre zu fördern.

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Ein Blick ins Innere einer Beamline [Foto: HZG/Christian Schmid]

Um das exzellente Forschungspotenzial der einzigartigen Großgeräte bei DESY optimal auszuschöpfen, neue Ideen zu generieren und Methoden weiterzuentwickeln, ist eine intensive fachübergreifende Zusammenarbeit essenziell. DASHH soll die exzellente Forschung auf dem Campus in Hamburg-Bahrenfeld nachhaltig mit modernster Informatikforschung an den Hamburger Universitäten verknüpfen. HZG betreibt mit dem German Engineering Materials Science Center, GEMS, eine eigene komplexe Forschungsinfrastruktur für Materialwissenschaftliche Forschungsfragen bei DESY.

Schwerpunkte der Anwendungen liegen in der in der Strukturbiologie, den Materialwissenschaften, der Physik mit ultraschnellen Röntgenpulsen oder der Teilchenphysik. In der DASHH-Graduiertenschule sollen hoch talentierte junge Forschende aus der gesamten Welt promovieren. In den naturwissenschaftlichen Forschungsgruppen arbeiten sie an den Herausforderungen, die große Mengen hochkomplexer wissenschaftlicher Daten mit sich bringen. Sie können dort beispielsweise spezielle Softwarelösungen für Datenmanagement, -verarbeitung und -analyse, aber auch völlig neue computergestützte Data-Science-Methoden entwickeln. Begleitet werden sie dabei jeweils von einem Betreuerteam aus dem Bereich der Informatik oder der angewandten Mathematik und aus einer naturwissenschaftlichen Arbeitsgruppe. Ein regelmäßiger Austausch der Promovierenden untereinander und mit den Wissenschaftlern der beteiligten Institutionen sorgt für eine weitere Verbreiterung der Wissensbasis.

Die Stellen für die Graduiertenschule werden in einer jährlichen internationalen Ausschreibung mit einem strengen Auswahlverfahren besetzt. Mit der Förderzusage für die Graduiertenschule aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft beginnen jetzt die Vorbereitungen für die erste Ausschreibungsrunde, die voraussichtlich in der ersten Hälfte 2019 erfolgt.

An DASHH sind neben DESY die Universität Hamburg, Technische Universität Hamburg, European XFEL, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie und Helmut-Schmidt-Universität beteiligt.

Kontakt

Prof. Dr. Martin Müller

Leiter des Bereiches Werkstoffphysik

Helmholtz-Zentrum Geesthacht // GEMS

Tel: +49 (0)4152 87-1268

Fax: +49 (0)4152 87-1338

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