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HZG-Jahrestagung 2018 in Berlin

Relevante Zukunftsfragen! Antworten aus der Wissenschaft?

Let’s talk about science – das machten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) kurzweilig auf der diesjährigen Jahrestagung wahr. Am 28. Juni kamen rund 200 Partner aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Berliner Allianz Forum zusammen.

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Vom Balkon des Allianz Forums aus hatten die Gäste der HZG-Jahrestagung einen freien Blick auf das Brandenburger Tor in Berlin. Foto: HZG/Gesine Born

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Wissenschaftlichen Geschäftsführer Prof. Dr. Wolfgang Kaysser des HZG würdigten Vertreter von Bund und Land die herausragenden Arbeiten des Forschungszentrums: Gastredner waren der HZG-Aufsichtsratsvorsitzende und Leiter „Schlüsseltechnologien für Wachstum” im Bundesministerium für Bildung und Forschung Ministerialdirigent Dr. Herbert Zeisel sowie Ministerialdirigent Carsten Feller, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Motto: Wissen schafft nutzen

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Jan-Martin Wiarda moderierte die Veranstaltung. Foto: HZG/Gesine Born

Der Moderator des Abends, der Journalist Jan-Martin Wiarda, fragte als Erstes Prof. Dr. Wolfgang Kaysser, wie das Motto "Wissen schafft nutzen" im Zentrum gelebt werde. Die Antwort lautete, dass die HZG-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft hätten. Auch Wissenschaftler fragten sich, wie sie zum allgemeinen Wohl beitragen könnten, um beispielsweise die Umwelt sauber zu halten oder einen Nutzen für die Gesundheit der Menschen zu bieten.

Danach bat Moderator Wiarda den Leiter des HZG-Instituts für Biomaterialien in Teltow Prof. Dr. Andreas Lendlein auf die Bühne. Im Gespräch über die neusten Entwicklungen auf dem Gebiet der Teltower Biomaterialforscher, den Aktuatoren für Anwendungen in der Soft Robotic, wurde deutlich, dass der Standort Teltow gut gerüstet für die Zukunft sei.

Interaktive Veranstaltung

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Ministerialdirigent Carsten Feller begrüßte die Gäste. Foto: HZG/Gesine Born

Zur Interaktion mit dem Publikam kam es dank eines TED-Umfragetools, gespickt mit relevanten Fragen aus der Wissenschaft. Wie hoch ist die Lebenserwartung 2030 in Deutschland? Wieviel Offshore-Windkraftanlagen sollen sich bis 2030 in der Deutschen Bucht drehen? Wieviel muss ein Auto leichter werden, um 1 Liter auf 100 Kilometer zu sparen? Das Publikum hatte jeweils mehrere Antworten zur Auswahl und gab per Knopfdruck die persönliche Einschätzung ab. Für die oben genannten Fragen lauten die Antworten übrigens: Frau 86 Jahre und Mann 81 Jahre, mehr als 2250 Windkraft-Anlagen sowie 300 Kilogramm leichter.

Neben der eigenen Gesundheit wünschen sich die Menschen eine gesunde Umwelt. Insbesondere die Mobilität muss umweltfreundlicher werden. Daher forschen Materialforscher im HZG im Magnesium Innovations Center MagIC an dem Leichtmetall Magnesium. Die Rechnung lautet: Je weniger Gewicht, desto weniger Sprit wird verbraucht und entsprechend CO2 eingespart.

Leichtbau

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Natalia Manente und Jannik Göbel erklären das Reibrührschweißen. Foto: HZG/Gesine Born

Von hier leitete der Moderator von der Straße in die Luft. Denn auch im Flugzeugbau gibt es Einsparpotenzial. Klassisch sind Flugzeuge heute noch genietet, doch die HZG-Doktoranden Natalia Manente und Jannik Göbel berichteten über die Technik des Reibrührschweißens, mit dem Millionen Nieten im Flugzeug eingespart werden könnten.

Für eine umweltbewusste Mobilität ist es aber das Beste, ganz auf den CO2-Ausstoß zu verzichten. Deshalb bietet die Nutzung von Wasserstoff eine echte Alternative zu herkömmlichen Kraftstoffen. Doch noch gibt es für den alltäglichen Einsatz zahlreiche Hürden. HZG-Wissenschaftlerin Dr. Maria Teresa Villa Vidaller erläuterte das Wasserstoff ein optimales Speichermedium sei, um Energiespitzen aus regenerativer Erzeugung zu speichern. Video über die Wasserstoffforschung

Klimawandel

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Die Jahrestagung im Allianz-Forum. Foto: HZG/Gesine Born

Mit dem Wissenstransfer zum Klimawandel beschäftigt sich intensiv das Climate Service Center Germany (GERICS) des Helmholtz-Zentrums Geesthacht. Wie dies genau funktioniert, erläuterten ein kurzes Video über das GERICS und ein Gespräch über Klimaservice mit dem GERICS-Wissenschaftler Dr. Peer Seipold.

Zum Ausklang der Tagung gab es im Allianz Forum direkt neben dem Brandenburger Tor Zeit für anregende Gespräche untereinander.