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Konstantin von Notz informiert sich im Forschungszentrum über Materialien mit Zukunft

Grünen-Politiker und Mitglied des Bundestages (MdB), Konstantin von Notz, besuchte am 28. März 2018 das Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG). Diesmal im Fokus seines Besuches: Aktuelle Beispiele aus der Materialforschung. Er wurde begleitet von seiner Mitarbeiterin Inga Grunwald, Geesthachts Grünen-Lokalpolitiker Gerhard Boll und der Geschäftsführerin von Bündnis90/Die Grünen Herzogtum Lauenburg, Malika Sandabad.

Sie versammeln sich um ein Exponat zum Leichtbau mit Magnesium (v.l.n.r.) Thomas Klassen, Michael Ganß, Malika Sansabad, Gerhard Boll, Konstantin von Notz, Torsten Fischer, Inga Grunwald, Norbert Hort, Klaus Taube, Torsten Brinkmann. Foto: HZG/Jan-Rasmus Lippels

Sie versammeln sich um ein Exponat zum Leichtbau mit Magnesium (v.l.n.r.) Thomas Klassen, Michael Ganß, Malika Sansabad, Gerhard Boll, Konstantin von Notz, Torsten Fischer, Inga Grunwald, Norbert Hort, Klaus Taube, Torsten Brinkmann. Foto: HZG/Jan-Rasmus Lippels

Der Kaufmännische Geschäftsführer des Forschungszentrums Michael Ganß begrüßte Konstantin von Notz, der bereits mehrfach zu Gast im Zentrum war. Danach gab HZG-Pressesprecher Dr. Torsten Fischer einen informativen Einleitungsvortrag über das Forschungszentrum.

Leichtbauforschung

Bauteile aus Magnesium werden in Autos verwendet, um diese leichter und spritsparender zu machen. Foto: HZG/Jan-Rasmus Lippels

Bauteile aus Magnesium werden in Autos verwendet, um diese leichter und spritsparender zu machen. Foto: HZG/Jan-Rasmus Lippels

200 Kilogramm abzunehmen wäre möglich, darauf ging im anschließenden Rundgang Materialforscher Dr. Norbert Hort ein. Denn um dieses Gewicht könnte man schon heute Fahrzeuge leichter machen, wenn bestimmte Bauteile aus Magnesium wären.

An den Leichtbauwerkstoffen arbeiten die HZG-Wissenschaftler im Magnesium Innovation Centre MagIC. Leichtere Fahrzeuge sorgen für geringeren Kohlendioxid-Ausstoß (CO2). Ein Beispiel: 300 Kilogramm weniger Gewicht senken den Spritverbrauch auf 100 Kilometern um einen Liter und den Kohlendioxid-Ausstoß um zwei Kilogramm. Tatsächlich ist heute bislang nur ein Kilo Magnesium im Auto verbaut.

Polymerforschung

Konstantin von Notz (links) in der Werkhalle der Polymerforschung in Geesthacht. Foto: HZG/Jan-Rasmus Lippels

Konstantin von Notz (links) in der Werkhalle der Polymerforschung in Geesthacht. Foto: HZG/Jan-Rasmus Lippels

Vom Magnesium ging es weiter zu den Membranen im Institut für Polymerforschung: Dr. Torsten Brinkmann erklärte den Gästen die Wertschöpfungskette von der Entwicklung maßgeschneiderter Polymere bis hin zu Prototypen für membrangebundene Trennverfahren.

HZG-Membranen könnten zum Beispiel genutzt werden, um schädliche Klimagase in Schiffsabgasen zu reduzieren oder Biogas zu säubern, sodass es in das Erdgasnetz eingespeist werden kann.

Wasserstoffforschung

Konstantin von Notz (links) und Thomas Klassen (rechts) auf dem Weg in das neue Hydrogen Technology Center. Foto: HZG/Jan-Rasmus Lippels

Konstantin von Notz (links) und Thomas Klassen (rechts) auf dem Weg in das neue Hydrogen Technology Center. Foto: HZG/Jan-Rasmus Lippels

Zum Abschluss besuchte Konstantin von Notz neue Gebäude der HZG-Wasserstoffforscher: Prof. Dr. Thomas Klassen berichtete über Forschung zu photoaktiven Materialien, die im Institut für Werkstoffforschung am HZG entwickelt werden. Diese können wie ein künstliches Blatt unter Einwirkung von Sonnenlicht Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff trennen.

Klassen ging weiter auf die im HZG entwickelten sicheren Wasserstoff-Tanks für Fahrzeuge ein. Diese Tanks enthalten spezielle Metallpulver und sollen zukünftig bis zu fünf Kilogramm Wasserstoff aufnehmen können. Autos erzielten damit eine Reichweite von circa 500 Kilometern und wären damit konkurrenzfähig mit heutigen Elektroautos.

Daraus entwickelte sich ein anregendes Gespräch über das Für und Wider von Wasserstoff-Fahrzeugen mit Brennstoff-Zelle. Alternativen zu Erdöl und Erdgas seien dringend nötig, erklärte Thomas Klassen mit dem folgenden Beispiel: In Deutschland beträgt der CO2-Ausstoß pro Kopf rund zehn Tonnen pro Jahr. Damit Deutschland seine Klimaziele bis 2050 erreicht, muss der Betrag auf zwei Tonnen pro Kopf und Jahr gesenkt werden. Dabei können Brennstoff-Zellen-Antriebe helfen, denn dann kommt statt CO2 nur noch Wasserdampf aus dem Auspuff.

Abschließend bedankte sich Konstantin von Notz sichtlich beeindruckt bei den Wissenschaftlern: „Ich habe heute hier viel dazu gelernt. Es war ein äußerst interessanter Besuch für mich, der sehr hilfreich war, um mehr über die spannende Materialforschung im Helmholtz-Zentrum zu erfahren.“

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Heidrun Hillen
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