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Herausforderungen an Tide-Elbe und Nordsee

Workshop zur Planung zukünftiger Forschungsvorhaben

Am 16. März sind über 60 regionale Akteure zum Elbe-Nordsee Supersite Workshop in Hamburg zusammengekommen, um über künftige Forschungsvorhaben zu diskutieren.

Die Elbe ist von großer ökologischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Bedeutung. Foto: iStock/hsvrs

Die Elbe ist von großer ökologischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Bedeutung. Foto: iStock/hsvrs

Elbe und Nordsee sind von großer ökologischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Bedeutung, sodass ein nachhaltiges Management dringend erforderlich ist. Dafür wird ein fachübergreifendes Wissen über die natürlich ablaufenden Prozesse im gesamten Elbe-Nordsee System sowie über die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten, inklusive des Klimawandels, benötigt.

Elbe-nordsee Supersite Workshop 1

Rund 60 Teilnehmer waren beim Elbe-Nordsee Supersite Workshop. Foto: HZG/Sina Bold

Das Institut für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht ist deshalb einerseits an dem europäischen Forschungsinfrastrukturvorhaben DANUBIUS-RI („International Centre for Advanced Studies of River-Sea-Systems“) zur Untersuchung von Fluss-Meer-Systemen und andererseits an dem nationalen Forschungsinfrastrukturvorhaben MOSES („Modular Observation Solutions for Earth Systems“) der Helmholtz-Gemeinschaft zur Untersuchung von Extremereignissen beteiligt. Beide Forschungsinfrastrukturen werden unter anderem im Bereich Elbe-Nordsee aufgebaut. Das Ziel ist es, bestehende Infrastrukturen und Messprogramme zu ergänzen, um ein besseres Prozess- und Systemverständnis zu entwickeln.

Diskussionen beim Workshop in Hamburg. Foto: HZG/Sina Bold

Diskussionen beim Workshop in Hamburg. Foto: HZG/Sina Bold

Aus diesem Anlass kamen am Freitag, den 16. März über 60 regionale Akteure aus Wissenschaft und Praxis bei einem Elbe-Nordsee Supersite Workshop zusammen, um sich über die Vorhaben DANUBIUS-RI, MOSES und die vorläufigen Pläne im Bereich Elbe und Nordsee zu informieren. In ausgewählten Kurzvorträgen gaben Tina Sanders, Johanna Irrgeher und Johannes Pein vom Institut für Küstenforschung einen Einblick in ihre Forschung, die bereits heute im Bereich Elbe-Nordsee stattfindet. Die drei Post-Docs beschäftigen sich zum Beispiel mit Stickstoffumsätzen, mit dem chemischen Fingerprinting von Wasser- und Sediment, sowie mit der Modellierung von Wasser- und Sedimentdynamik in Elbe und Nordsee. Anschließend wurde in kleineren Gruppen über Forschungsbedarfe und wissenschaftliche Fragestellungen sowie benötigte Infrastrukturen diskutiert. Dabei wurden Themen wie wasserbauliche Maßnahmen, Wasserqualität sowie Umwelt- und Naturschutz angesprochen.

Es wurde deutlich, dass für ein nachhaltiges Management der Elbe und Nordsee das gesamte Fluss-Meer System betrachtet werden muss. Dies erfordert ein Umdenken in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft, sowie die Zusammenarbeit verschiedenster Akteure über disziplinäre, regionale und nationale Grenzen hinweg.

Weitere Informationen


Ansprechpartnerin


Abteilungsleiterin "Aquatische Nährstoffe"

Dr. Jana Friedrich

Tel: +49 (0)4152 87-1891

E-Mail Kontakt

Abteilungsleiter "Neue Technologien"

Dr. Holger Brix

Tel: +49 (0)4152 87-1523

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