| News

Zukunft made in Schleswig-Holstein: Umweltminister Habeck besucht Helmholtz-Zentrum Geesthacht

Die Folgen des Klimawandels und notwendige Anpassungen, der Umweltzustand der Nordsee, ein Fahrzeug mit Wasserstoffantrieb sowie ein Hochwasser-Haus in Geesthacht: Am 22. November informierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) sowie Vertreter der Stadt Geesthacht den Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung in Schleswig-Holstein, Dr. Robert Habeck.

Robert Habeck

Von links nach rechts: Torsten Brinkmann (HZG), Daniela Jacob (HZG), Torsten Fischer (HZG), Michael Ganß(HZG), Iris Ulrich(HZG), Olaf Schulze (Stadt Geesthacht), Thomas Klassen (HZG), Robert Habeck, Wolf-Rüdiger Busch (Stadt Geesthacht), Insa Meinke (HZG), Tamara Kleber-Janke (HZG), Kay Emeis (HZG). [Foto: Rasmus Lippels/HZG]

Anlass des Ministerbesuchs bildeten die Gespräche zwischen der Stadt Geesthacht und dem HZG über ein mögliches Informations- und Fortbildungszentrum zu den Themen "Klimawandel, Hochwasser, Anpassung“. Eine erste Machbarkeitsstudie über das sogenannte "Hochwasser-Haus“ liegt jetzt vor. Diese wurde dem Minister durch den Archivar der Stadt Geesthacht Wolf-Rüdiger Busch und Geesthachts Bürgermeister Olaf Schulze vorgestellt.

Forschung und Wissenstransfer

Hzg-robert Habeck-22.2017-104.jpg

Der Minister im Gespräch mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. [Foto: Rasmus Lippels/HZG]

Doch zunächst erhielt Dr. Robert Habeck durch Pressesprecher Dr. Torsten Fischer einen Überblick über die vielfältige Forschung aus Geesthacht. Im HZG forschen die Wissenschaftler an unterschiedlichen Fragestellungen in den zwei Bereichen Material- und Küstenforschung, von der anwendungsorientierten Grundlagenforschung zur Innovation. Forschung für den Leichtbau und Umweltschutz sowie für Küste und Klima sind einige der für den Minister relevanten Themen der Geesthachter Wissenschaftler.

Die Küsten- und Klimaforscher des Forschungszentrums untersuchen vielfältige Prozesse und Wechselwirkungen der weltweiten Küsten und des Klimas. Dies hilft abzuschätzen, wie der Mensch seinen Lebensraum beeinflusst und welche Chancen und Risiken in Zukunft daraus entstehen. Prof. Dr. Kay Emeis, Institutsleiter Küstenforschung im Bereich Biogeochemie im Küstenmeer präsentierte Dr. Robert Habeck unter anderem aktuelle Untersuchungen zum Stickstoff-Kreislauf sowie zu neuen und alten Problemstoffen im Küstenmeer.

Insa Meinke

Klimawandel und Schleswig-Holstein: Dr. Insa Meinke lieferte Fakten. [Foto: Rasmus Lippels/HZG]

Die Leiterin des Norddeutschen Küsten- und Klimabüros, Dr. Insa Meinke, hielt einen Vortrag über die Folgen des Klimawandels für Schleswig-Holstein. Anhand der Online-Tools Klimaatlas und Klima-Monitor ging sie zum Beispiel auf die Änderungen des Winter-Niederschlags ein und zeigte, dass sich Schleswig-Holstein von 1960 bis 1990 bereits um 0,8 Grad Celsius erwärmt hat.

Über klimaangepasste Stadtentwicklung informierte die Direktorin des Climate Service Center Germany (GERICS), Prof. Dr. Daniela Jacob. Mit dem GERICS-Stadtbaukasten werden Städte und Gemeinden ganz individuell unterstützt, um eine wissensbasierte Anpassung an den Klimawandel zu ermöglichen.

Wasserstoff erzeugen und speichern

Hzg-robert Habeck-22.2017-222.jpg

Im Wasserstoff-Labor ließ sich Robert Habeck die Anlage von Institutsleiter Thomas Klassen erklären. [Foto: Rasmus Lippels/HZG]

HZG-Wissenschaftler entwickeln unterschiedliche Zukunftsmaterialien für Anwendungen im Umweltschutz, dem Leichtbau oder der nachhaltigen Energiespeicherung. Von Grundlagenforschung bis hin zu Prototyp-Systemen werden Wasserstoffproduktion und Wasserstoffspeicherung von den HZG-Forschern bearbeitet. Der Institutsleiter Werkstofftechnologie im Institut für Werkstoffforschung, Prof. Dr. Thomas Klassen, führte den Minister dazu durch das Wasserstoff-Labor.

Im abschließenden Pressegespräch fasste Dr. Robert Habeck seinen Besuch zusammen: „Das waren zwei sehr, sehr informative Stunden. Die Hintergrunddaten für die Klimaanpassung helfen beim Küstenschutz, bei den Prognosen für die Landwirtschaft und sie machen vor allem deutlich, wie dringend wir handeln müssen. Spannend war auch die Wasserstofftechnologie. Das war Zukunft made in SH.“

Kontakt:


Heidrun Hillen

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Helmholtz-Zentrum Geesthacht

Tel: +49 4152 87 1648

E-Mail Kontakt