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Finale der Elbschwimmstaffel in Geesthacht

Institut für Küstenforschung stellt Forschungen in der Elbe vor

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Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Küstenforschung aus dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht. Foto: HZG/Gesa Seidel

Die Elbschwimmstaffel fand im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 Meere und Ozeane, einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) statt. Die Schwimmer beendeten dort die 19. und letzte Etappe der Staffel. Vor Ort präsentierten sich die Veranstalter gemeinsam mit lokalen Partnern, zu denen neben dem Projekt Wanderfisch auch der Fachdienst Umwelt der Stadt Geesthacht, die Flussgebietsgemeinschaft Elbe sowie das Institut für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) zählte.

Auf dem Forschungsschiff LUDWIG PRANDTL, das zu diesem Anlass am Anleger in Geesthacht vor Ort war, präsentierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des HZG ihre Projekte, Studien und Ergebnisse rund um die Forschung an der Elbe:

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Dr. Rudolf Leisen (BMBF) informierte sich auf der PRANDTL über die Forschung in der Elbe. Foto: HZG/Gesa Seidel

Eines davon ist DANUBIUS-RI, ein langfristiges und interdisziplinäres EU-Forschungsinfrastrukturvorhaben zur Untersuchung von Fluss-Meer-Systemen. Das HZG koordiniert dabei die Elbe-Nordsee-Supersite, eine von derzeit acht Supersites in Europa, an denen beispielhaft große Fluss-Meer-Systeme erforscht werden. „Die Betrachtung von Fluss und Meer als ein Gesamtsystem erfordert ein Umdenken in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft, sowie die Zusammenarbeit verschiedenster Akteure über disziplinäre, regionale und nationale Grenzen hinweg“, so Dr. Jana Friedrich, Leiterin der Abteilung Aquatische Nährstoffkreisläufe im Institut für Küstenforschung, die an DANUBIUS-RI beteiligt ist. „So besteht die Chance, wichtige europäische Umweltrichtlinien wie zum Beispiel die Wasserrahmenrichtlinie und die Meeresstrategierahmenrichtlinie in Zukunft zusammenzubringen.“

Post-Doc Dr. Tina Sanders, ebenfalls Abteilung Aquatische Nährstoffkreisläufe, stellte ihre Ergebnisse zu Forschungen im Hamburger Hafen vor: „In unseren Studien haben herausgefunden, dass der Hamburg Hafen ein Hot-Spot für die Umsetzung von Stickstoff ist, ein wichtiger Nährstoff. Im Hamburg Hafen wird organisch gebundener Stickstoff zu Nitrat, so dass die Konzentrationen im Elbe Ästuar steigen und damit auch in die Nordsee gelangen. Gleichzeitig ist der Hamburger Hafen eine starke Quelle für Lachgas (N20), was neben Kohlendioxide und Methan ein wichtiges Treibhausgas ist.“

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Auf dem Forschungsschiff LUDWIG PRANDTL wurde Wissenschaft präsentiert. Foto: HZG/Gesa Seidel

Auch die Abteilung Marine Bioanalytische Chemie war vor Ort: Die Forschenden dort untersuchen Wechselwirkungen zwischen Flusseinzugsgebieten, dem Ästuar sowie den küstennahen Bereichen. Ein besonderer Fokus liegt dabei im Bereich der Untersuchung von anorganischen Schadstoffen sowie der Entwicklung und Anwendung von neuen auf Isotopen basierte Verfahren zur Erfassung von Herkunft und Verbleib von Sedimenten oder ausgewählten Schwermetallen. In diesem Zusammenhang wurde 2015 beispielsweise das gesamte Elbeeinzugsgebiet bis zur tschechischen Grenze beprobt.

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Die Schwimmerinnen und Schwimmer der letzten Etappe bei der Übergabe des Staffelstabs and Dr. Rudolf Leisen. Foto: HZG/Gesa Seidel

Das Ankommen der Schwimmerinnen und Schwimmer wurde von vielen Gästen bejubelt, die dem Wetter getrotzt haben. Nach der Medaillenübergabe wurde der Staffelstab feierlich an Dr. Rudolf Leisen, Leiter der Projektgruppe Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane sowie des Referats „System Erde“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) übergeben.

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