| Pressemitteilung

Klimatrends im Ostseeraum: „Forschung vor Anker“ in Wismar, Heiligenhafen und Rendsburg

Vom 4. bis zum 7. Juli 2016 präsentiert das Institut für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) seine Forschungsarbeit auf dem institutseigenen Forschungsschiff „Ludwig Prandtl“. Beim Open Ship in Wismar, Heiligenhafen und Rendsburg erfahren Besucher mehr über die Arbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Bord. Auf dem Schiff stehen die Crew und die Geesthachter Wissenschaftler für Gespräche bereit. Der Besuch des Schiffes und der begleitenden Abendvorträge an Land sind kostenlos.

Ludwig Prandtl Ruegen

Das Forschungsschiff des Helmholtz-Zentrums Geesthacht "Ludwig Prandtl" vor Rügen. Das Schiff ist speziell für den Einsatz in der flachen oder tidebeeinflussten Nord- und Ostsee konzipiert. [Foto: Christian Schmid/HZG]

Wie stark könnte der Meeresspiegel der Ostsee steigen? Mit welchen Klimatrends ist im Ostseeraum zu rechnen? Wie beeinflussen Schiffe die Luftqualität? Wie wird der Seegang gemessen?

Vom 4. bis zum 7. Juli 2016 können diese Fragen direkt an die Küstenforscherinnen und Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht gestellt werden. Das Institut für Küstenforschung macht auf der diesjährigen „Forschung vor Anker“-Tour mit seinem Forschungsschiff „Ludwig Prandtl“ in den Häfen Wismar, Heiligenhafen und Rendsburg fest. An den Open Ship Nachmittagen können die Besucher das Schiff erkunden und Einblicke in die Küsten- und Klimaforschung erhalten. Es darf ausprobiert und gefragt werden. An drei Abenden finden öffentliche Vorträge statt.

Am 7. Juli in Rendsburg stellen zusätzlich die Materialforscher des Forschungszentrums ihre Leichtbau-Konzepte für nachhaltige Verkehrstechnik vor. Diesmal ist die Tour eine Partnerveranstaltung im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 „Meere und Ozeane“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog

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Die Ludwig Prandtl: Beim Open Ship erfahren Besucher mehr über die Arbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Bord. Hier ein Foto der Tour 2012.[Foto: HZG]

„Seit 2009 fahren wir mit unserem Forschungsschiff die Tour entlang der deutschen Nord- oder Ostseeküste, um den Menschen unsere Forschungsergebnisse zu präsentieren und die Arbeit auf der „Ludwig Prandtl“ vorzustellen“, sagt Klimaforscher Prof. Dr. Hans von Storch, Institut für Küstenforschung HZG, der die Tour begleitet und in Wismar einen Abendvortrag mit dem Titel „Klimawandel im Ostseeraum“ hält. „Die ,Forschung vor Anker‘-Tour bietet eine ideale Möglichkeit, mit der Öffentlichkeit in den Dialog zu treten.“

Gemeinsam mit den an der Tour beteiligten Wissenschaftlern ist ein interessantes Vortragsprogramm entstanden. Auf drei öffentlichen Abendveranstaltungen referieren Wissenschaftler über die Ostseeküste im Klimawandel oder wie sich Schiffsemissionen auf die Luftqualität in Norddeutschland auswirken.

Der Besuch des Forschungsschiffes und die Abendvorträge sind kostenlos.

Das Forschungsschiff „Ludwig Prandtl“

Logo FvAnker 2016

Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht ließ das Forschungsschiff „Ludwig Prandtl“ 1983 speziell für den Einsatz in der flachen oder tidebeeinflussten Nord- und Ostsee bauen. Das Schiff bietet Platz für eine umfangreiche wissenschaftliche Ausrüstung. Aufgrund der Seetauglichkeit und des geringen Tiefgangs von weniger als 1,7 m kann die „Ludwig Prandtl“ hervorragend für den Einsatz im Übergangsbereich Watt und offene See genutzt werden. Die Messeinsätze mit der Ludwig Prandtl dienen insbesondere dazu, neue Messsysteme für das Monitoring von Küstengewässern zu erproben, Wasser- und Sedimentproben zu entnehmen sowie einheitlich und sicher Daten der Wasserqualität zu erfassen.

An der diesjährigen „Forschung vor Anker“-Tour sind folgende Kooperationspartner beteiligt: Hansestadt Wismar und Wismar Touristik, Heiligenhafen Touristik, Hafenhotel Meereszeiten, Heiligenhafen, Küstenfischer Nord eG, Heiligenhafen, ACO Gruppe, Rendsburg

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Heidrun Hillen

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