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Der Grundstein ist gelegt für Forschungsbau „Coastal Competence Center“

Am Mittwoch den 4. Mai 2016 wurde der Grundstein für das neue Gebäude der Küstenforscher im Helmholtz-Zentrum Geesthacht gelegt. Der Wissenschaftliche Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums Geesthacht, Prof. Dr. Wolfgang Kaysser versenkte eine Metallkapsel in die vorbereitete Aussparung im Mauerwerk.

Nahmen die Kelle in die Hand, um den Grundstein einzumauern: (v.li.n.re.) Institutsleiter Küstenforschung Kay Emeis, Architekt Gerald Krüger, Institutsleiterin Küstenforschung Corinna Schrumm, Wissenschaftlicher Geschäftsführer Wolfgang Kaysser, Institutsleiter Küstenforschung Burkard Baschek und Ministerialdirigent BMBF Herbert Zeisel [Bild: HZG]

„Mit diesem Gebäude schaffen wir in Geesthacht mehr Platz für die innovativen Ideen der Küstenforscher. Herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, erfahrene Technikerinnen und Techniker, moderne Architektur und zeitgemäße Laboreinrichtung machen das Institut fit für die Zukunft“, sagte Geschäftsführer Wolfgang Kaysser.

Zu den Gegenständen in der Kapsel, die dem neuen Gebäude Glück bringen sollen, zählen neben Zeitzeugnissen wie Münzen oder Tageszeitung auch eine Seewasserprobe aus der Nordsee und Labormaterialien der Küstenforscher.

Viel Erfolg für die zukünftigen Forschungsarbeiten wünschte Ministerialdirigent Dr. Herbert Zeisel aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den versammelten Küstenforschern. Als Aufsichtsratsvorsitzender des Helmholtz-Zentrums Geesthacht freue er sich, dass mit jedem weiteren Gebäude auf dem Gelände in Geesthacht der Standort gestärkt werde.

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Küstenforscherin Martina Gehrung und Bauprojektleiter Volker Dzaak beim Einpacken der Glücksbringer in die Zeitkapsel.

Insgesamt entstehen für das Institut für Küstenforschung zwei neue Gebäude mit rund 800 Quadratmetern Nutzfläche. Die Gesamtkosten für das „Coastal Competence Center - C3“ genannte Vorhaben betragen etwa 6,4 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für Oktober 2017 geplant.

Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht trägt die Kosten aus Eigenmitteln. Die Investitionen wurden in den Haushalten berücksichtigt. Als ausführende Architekten wurden Reiner Becker Architekten, Berlin beauftragt. Das Büro hat sich in 2013 mit seinem Beitrag im öffentlichen Vergabeverfahren durchgesetzt.

Einziehen in die neuen Gebäude werden unter anderem die Wissenschaftler der Abteilung Fernerkundung. Diese vermessen zum Beispiel die Produktivität von Meeresgebieten mithilfe von Satellitendaten. Dazu haben sie eine Berechnungsmethode entwickelt, die aus den Messwerten des Satelliten auf die Inhaltsstoffe im Meerwasser schließen kann – und damit auf die Produktivität des Planktons im Meer. Dieser Algorithmus läuft auf den Zentralrechnern der Europäische Raumfahrt Agentur (ESA) und filtert gewissermaßen die Rohdaten, die von Satelliten zur Erde gesandt werden. Die empfindlichen Instrumente zur Kalibrierung des Algorithmus finden im Gebäude ein neues Zuhause.

Eines der Gebäude wird modernste Labore für die chemische Analyse der Meeresumwelt im Küstenmeer beherbergen. Hier werden organische und anorganische Problemstoffe sowie Nährstoffe, die aus Flüssen und der Atmosphäre in die Küstenmeere eingetragen werden, traditionelle und nicht-traditionelle Isotopensystemen sowie Radioisotope analysiert.

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