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Magnesium Innovation Centre “MagIC” ehrt Prof. Nicole Stanford

Materialforscherin Prof. Dr. Nicole Stanford wurde am 13. Oktober 2015 mit dem Magnesium-Award des Helmholtz-Zentrums Geesthacht ausgezeichnet. Die Wissenschaftlerin von der Deakin University in Melbourne, Australien, erhält den mit 5.000 Euro dotierten Preis für ihre Forschung zur Entwicklung neuer Magnesium-Legierungen. Der Preis wurde im Rahmen der „10th International Conference on Mg Alloys and their Applications“ im Südkoreanischen Jeju verliehen.

Stanford

Dr. Nicole Stanford

Prof. Dr. Karl Ulrich Kainer, Institutsleiter im Helmholtz-Zentrum Geesthacht und MagIC-Direktor gratuliert der Preisträgerin:

„Nicole Stanford steht noch am Anfang ihrer Karriere, doch ist sie ohne Zweifel eine einflussreiche Forscherin auf dem Gebiet der Legierungsentwicklung. Ihre Forschung hat grundlegend dazu beigetragen, besser zu verstehen, wie Beimischungen von Seltenen Erden das Verformungs- und Rekristallisationsverhalten von Magnesium-Legierungen beeinflussen. Sie war, neben Wissenschaftlern unseres Instituts, eine der Ersten, die eine direkte Verbindung zwischen Textur und Duktilität aufzeigte.“

Für Anwendungen in der Verkehrstechnik erhält der Leichtbauwerkstoff Magnesium immer stärkere Bedeutung. Einem breiten industriellen Einsatz zum Beispiel von Magnesium-Knetlegierungen, insbesondere von Magnesium-Blechen, stehen aber noch eingeschränkte Umformbarkeit bei geringen Temperaturen und veränderte mechanische Eigenschaften entgegen. Um dieses Verhalten besser zu verstehen, wird in der weltweit einzigartigen Forschungsplattform MagIC unter der Leitung von Prof. Dr. Karl Ulrich Kainer intensiv an den Magnesium-Technologien der Zukunft geforscht.

Über Nicole Stanford


Die Materialforscherin hat 2003 an der Wollongong Universität in Australien promoviert. In ihrer Dissertation hat sie die mikrostrukturelle Stabilität von Aluminium-Kristallen untersucht. Nach Forschungsaufenthalten am Imperial College, London und an der Universität von Manchester, England, forscht sie heute an der Deakin University in Melbourne, Australien.

Über den Magnesium-Award


Generell kann Magnesium dabei helfen, gewichtsreduzierte und somit spritsparende und umweltschonendere Autos herzustellen. So befindet sich heute in Gehäusen, Lenkrädern oder Armaturenbrettern schon ein großer Anteil Magnesium. Um die Magnesiumforschung voranzutreiben, hat das Helmholtz-Zentrum Geesthacht 2007 den Magnesium-Award eingerichtet. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wird seitdem alle zwei Jahre verliehen. Mit dem Preis werden besondere Leistungen auf dem Gebiet der Materialforschung mit Magnesium geehrt.

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Heidrun Hillen

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