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„Uhrwerk Ozean“ fasziniert Besucher auf dem Green Screen Festival

Mit 27 500 Besuchern meldete der Veranstalter des Internationalen Naturfilmfestivals Green Screen in Eckernförde gestern einen neuen Besucherrekord. Vom 10. bis 14. September war das Programm des Helmholtz-Zentrums Geesthacht eines der Highlights dieser hochkarätigen Veranstaltung und begeisterte mit dem „Uhrwerk Ozean“ und dem eigenen Forschungsschiff.

Hafen von oben: man sieht die Ludwig Prandtl im Wasser und auf dem Festland die mobile Kuppel

Im Vordergrund das Forschungsschiff der Geesthachter Küstenforscher "Ludwig Prandtl". Auf dem Festgelände im Hintergrund die Mobile Kuppel des Helmholtz-Zentrums Geesthacht. Foto: HZG/ Patrick Kalb- Rottmann

Zum neunten Mal war das Green Screen Festival in Eckernförde in den vergangenen Tagen Anziehungsort für 130 Naturfilmproduzenten aus 20 Ländern, die mehr als 25 000 Besucher mit ihren Arbeiten faszinierten. In diesem Jahr hat das Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) zur Begeisterung in Eckernförde beigetragen. Neben dem Ostsee-Info-Center am Eckernförder Hafen zeigten HZG-Küstenforscher in der Mobilen Kuppel des Forschungszentrums die animierte Fulldome-Produktion „Uhrwerk Ozean“.

In Sichtweite der Kuppel luden Wissenschaftler und die Besatzung des Forschungsschiffs „Ludwig Prandtl“ im Eckernförder Hafen die Öffentlichkeit an Bord ein. Die Besucher erkundeten während des Festivals das Schiff, die Forschungseinrichtungen an Bord und informierten sich über den Klimawandel im Ostseeraum.

Eintauchen in die Erforschung des Ozeans

Ausschnitt aus dem Film "Uhrwerk Ozean" in der Mobilen Kuppel, man sieht ein Flugzeug über den Meereswirbeln

Ausschnitt aus dem Film "Uhrwerk Ozean" in der Mobilen Kuppel. Foto: HZG/ Torsten Fischer

In dem crossmedialen Projekt „Uhrwerk Ozean“ stellen die HZG-Wissenschaftler ihre Arbeit rund um die Wirbelforschung vor. Neun Minuten taucht der Betrachter in der animierten Fulldome-Produktion an Fischen und Quallen vorbei, erlebt den Einsatz eines Forschungszeppelins und begleitet Wissenschaftler bei ihrer Jagd nach den Wirbeln.

"Wir möchten den Lebensraum Ozean zu den Menschen bringen und Interesse an unserer Forschung wecken“, so Dr. Torsten Fischer, Pressesprecher am Helmholtz-Zentrum Geesthacht.

Hierfür hat das Helmholtz-Zentrum Geesthacht einen ganz besonderen Ort geschaffen: In einer ca. 70 Quadratmeter großen aufblasbaren Mobilen Kuppel werden „Uhrwerk Ozean“ und ein Film über die Forschung auf See mit einer hochwertigen technischen Ausstattung gezeigt. „Für uns war das Green Screen Festival der erste richtig große Praxistest und wir haben uns sehr gefreut, dass die Besucher am Hafen unsere Mobile Kuppel so interessiert angenommen haben“, so Fischer.

Umweltminister Dr. Robert Habeck betrachtet das Uhrwerk Ozean durch eine Virtual-Reality-Brille.

Umweltminister Dr. Robert Habeck betrachtet das Uhrwerk Ozean durch eine Virtual-Reality-Brille. Foto: HZG/ Torsten Fischer

75-mal wurde das „Uhrwerk Ozean“ gezeigt und erreichte damit 1975 Besucher. Nahezu jede Vorstellung war ausgebucht.

Auch der Schleswig-Holsteinische Minister für Energiewende, Landwirtschaft und ländliche Räume Dr. Robert Habeck nutzte die Gelegenheit und tauchte virtuell in den Ozean ein und informierte sich über die aktuellen Pläne der Geesthachter Küstenforscher.

Die Mobile Kuppel des Helmholtz-Zentrums Geesthacht im Jachthafen von Eckernförde.

Die Mobile Kuppel des Helmholtz-Zentrums Geesthacht im Jachthafen von Eckernförde. Foto: HZG/Burkard Baschek

„Wir verstehen unseren Auftritt auf dem Festival auch als eine Vorschau. Nächstes Jahr setzen wir in der Meeresforschung weltweit erstmalig einen Zeppelin ein“, erläutertet Prof. Dr. Burkard Baschek , Leiter am Institut für Küstenforschung in Geesthacht dem Minister. Gemeinsam mit seinen Kollegen wird er einen Zeppelin über der Ostsee nutzen, um die Bedeutung von kleinen Meereswirbeln für das weltweite Klima und den Lebensraum Ozean zu untersuchen.

Blicke hinter die Kulissen

Das crossmediale Projekt „Uhrwerk Ozean“ ist in seiner Vielschichtigkeit der Wissenschaftskommunikation weltweit einmalig. Deshalb nutzte das Helmholtz-Zentrum Geeshacht das Green Screenfestival auch, um Blicke hinter die Kulissen zu ermöglichen. Produzenten, Regisseure, Entwickler, Musiker und die Erbauer der Mobilen Kuppel beschrieben gemeinsam mit Prof. Burkard Baschek die besonderen Herausforderungen der Produktion. Auch reale Forschung gab es ausreichend zu sehen. An Bord der „Ludwig Prandtl“ erlebten die Besucher, mit welchen Messmethoden HZG-Küstenforscher arbeiten und welchen Einfluss der Klimawandel auf die Küstenregionen des Nordens haben könnte.

Neben spektakulären Naturfilmen und vielen Gesprächen herrschte auf dem Festival eine ganz besondere Atmosphäre. „Mehr als 100 freiwillige Helfer waren unermüdlich auf den Beinen, so dass man den Eindruck hatte, ganz Eckernförde lebt für dieses Festival. Auch wir wurden beim Auf- und Abbau sowie dem laufenden Betrieb super unterstützt und sind noch immer überwältigt von dem Engagement dieser Stadt und dem Interesse an unserer Arbeit“, fasst Torsten Fischer die letzten Tage zusammen.


Das „Uhrwerk Ozean“ tickt weiter

Derzeit läuft der Film „Uhrwerk Ozean“ im Mediendom der Fachhochschule Kiel.

Am Helmholtz-Zentrum Geesthacht laufen gerade die Vorbereitungen für die nächste große Veranstaltung auf Hochtouren. Auf der Festveranstaltung zum Tag der Deutschen Einheit in Frankfurt wird vom 2. bis 4. Oktober 2015 am Landeszelt Schleswig-Holstein die Mobile Kuppel mit dem „Uhrwerk Ozean“ gezeigt.

http://www.uhrwerk-ozean.de Mediendom Kiel