| Pressemitteilung

Forschen mit Familie

HZG zum dritten Mal für Personalpolitik ausgezeichnet

Am 17. Juni hat die zur Hertie-Stiftung gehörende berufundfamilie gemeinnützige GmbH das Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) zum dritten Mal in Folge für seine fortschrittliche Personalpolitik ausgezeichnet. Bereits in den Jahren 2008 und 2011 erhielt das HZG das angesehene Zertifikat zum „audit berufundfamilie“ für die Angebote an seine Mitarbeiter. Die Zertifikatsübergabe durch Caren Marks (Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) fand im Kreis von 322 weiteren Preisträgern in Berlin statt. Für das HZG nahm Christiane Hoffmann das Zertifikat entgegen.

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Freuen sich stellvertretend für das HZG über die erneute Auditierung v.l.n.r.: Juan-David Fernandez, Elina Valli und Christiane Hoffmann.

Das HZG hat schon vor Jahren wesentliche Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie ergriffen. So bietet das wissenschaftliche Institut seinen Mitarbeitern bereits seit 1999 flexible Arbeitszeiten an. Als weiteres Angebot gibt es seit 2007 die betriebliche Kindertagesstätte „Einsteinchen“, wo derzeit 23 Kinder der Helmholtz-Beschäftigten und sieben Kinder aus Geesthacht betreut werden.

Wegen der großen Nachfrage steht eine Erweiterung in wenigen Wochen bevor. „Außerdem können Eltern seit 2002 durch die Möglichkeit zur Telearbeit, Beruf und Familie besser vereinbaren“, sagt Elina Valli, Gleichstellungsbeauftragte des Helmholtz-Zentrums Geesthacht.

Während des dritten Audits hat die Geschäftsführung gemeinsam mit den Audit-Beteiligten beschlossen, die Voraussetzungen für Telearbeit zu erweitern. Neben Mitarbeitern von Kindern unter 14 Jahren sollen künftig auch andere Gruppen, wie zum Beispiel Beschäftigte von erkrankten Familienangehörigen, vom Telearbeitsmodell profitieren.

In diesem Zusammenhang soll geprüft werden, inwieweit sich flexibles „mobiles Arbeiten“, das über die klassische Telearbeit hinausgeht, mit dem Betriebsablauf in Einklang bringen lässt. Außerdem wird die Zahl der Kitaplätze nach dem Ausbau noch einmal um eine Gruppe erweitert und seit 2013 Sportkurse im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements angeboten. Als weitere Schritte sollen flexiblere Rahmenarbeitszeiten von sechs bis 20 Uhr eingeführt und ein auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter besser abgestimmtes Arbeitszeitkonto angeboten werden.

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In den nächsten drei Jahren – solange dauert das Audit-Verfahren bis zum Erreichen der nächsten Stufe – haben die Beteiligten das Schwerpunktthema „Mehr Frauen in wissenschaftlichen Führungspositionen“ beschlossen. „In diesem Zusammenhang werden wir zahlreiche Konzepte entwickeln und Prüfmaßnahmen durchführen. So zum Beispiel der Aufbau eines „Talentmanagements“ zur gezielten Personalentwicklung und die Ergänzung von bereits vorhandenen, externen Förderinstrumenten durch HZG-spezifische Maßnahmen, wie zum Beispiel eigene Nachwuchsgruppenförderung“, erläutert Valli.

Auch der Dual Career-Ansatz und individuelle Wiedereinstiegsmöglichkeiten sollen noch stärker gefördert und ausgebaut werden. Für eine bessere Kinderbetreuung sollen neben den weiteren Anwachsen der Betreuungsmöglichkeiten in der Kita „Einsteinchen“ nach Möglichkeit und in Kooperation mit den umliegenden Schulen zusätzliche Angebote für Kinder im Schulalter geschaffen werden.

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Heidrun Hillen

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