| Pressemitteilung

Ausbau der Biomaterialforschung in Teltow

Neubau des Biomedizintechnikums III

Am 13. Juni 2014 beginnt am Institut für Biomaterialforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht in Teltow mit dem Spatenstich der Neubau des Biomedizintechnikums III. Im Beisein von Brandenburgs Forschungsministerin Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst und dem Aufsichtsratsvorsitzenden des Helmholtz-Zentrums Geesthacht, Ministerialdirigent Wilfried Kraus, startet damit die dritte Ausbauphase des Teltower Forschungscampus.

Biomedteltow

Die Fertigstellung des neuen Institutsgebäudes ist für 2016 geplant.

Das neue Institutsgebäude, dessen Fertigstellung 2016 geplant ist, erschließt neue Möglichkeiten für die Biomaterialforschung in der Region Berlin-Brandenburg. Dazu der Wissenschaftliche Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums Geesthacht, Prof. Dr. Wolfgang Kaysser: „Mit der Erweiterung des Forschungsstandortes Teltow-Seehof wird hier für die Region Brandenburg in einzigartiger Weise die erforderliche Infrastruktur für bereichsübergreifende Kooperationen im Forschungsfeld ,Biomaterialbasierte Technologien für die Regenerative Medizin' geschaffen und so das Potenzial des Standortes weiter ausgebaut.“

Die rund 3.300 Quadratmeter Nutzfläche des neuen Forschungsgebäudes bieten Raum für spezialisierte Forschungsgruppen sowie für hochtechnologisierte Laboratorien wie zum Beispiel ein flexibel gestaltbares Chemietechnikum.

Rund 10 Millionen Euro für den Erweiterungsbau

Die Baukosten für das neue Forschungsgebäude liegen bei rund 10 Millionen Euro finanziert durch Fördermittel des Landes Brandenburg. Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht wird ebenfalls zusätzliche Mittel für den Forschungscampus Teltow bereitstellen – insbesondere für die gerätetechnische Ausstattung. Wolfgang Kaysser: „Das Land Brandenburg unterstützt diesen Forschungsstandort schon mehrere Jahre nachhaltig. Umso mehr freuen wir uns über diese bedeutende Investition des Landes Brandenburg am Teltower Standort.

Davon werden kurz- und langfristig der Standort, die Region und das Land Brandenburg profitieren.“ Hier werden neue Kooperationsprojekte mit Partnern aus der Industrie als auch unter anderem mit der Freien Universität Berlin entstehen, welche die Laborausstattung der von ihren Arbeitsgruppen bezogenen Laboratorien finanzieren wird. Der neue zweigeschossige Gebäudekomplex wird sich an das 2011 realisierte Biomedizintechnikum II anschließen und ist als konzeptionelle Einheit mit zentraler Labor- und Büronutzung geplant. Insgesamt werden am Biomedizintechnikum III mehr als 80 Mitarbeiter beschäftigt sein.

1,8 Millionen Euro zusätzliche Fördermittel für hochauflösende Mikroskopie

Brandenburgs Forschungsministerin Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst wird am 13. Juni 2014 dem Institut für Biomaterialforschung in Teltow auch einen Zuwendungsbescheid über 1,8 Millionen Euro überreichen. Diese Förderung erfolgt durch das Land Brandenburg im Rahmen des Förderprogramms „Zukunft durch Forschung – Investitionen für die Exzellenz der außerhochschulischen Forschung“.

Das Förderprogramm wird durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht beteiligt sich zusätzlich mit 600.000 Euro an den neuen Mikroskopen und stellt weitere 500.000 Euro für die infrastrukturelle Unterbringung der Mikroskope bereit.

Mit den Fördermitteln plant das Teltower Institut die Beschaffung zweier dringend benötigter wissenschaftlicher Hochleistungsinstrumente: eines Transmissionselektronenmikroskops und eines hochauflösenden Laserscanningmikroskops. Mithilfe beider mikroskopischer Verfahren können die Beziehungen und Wege zwischen lebenden Zellen und den polymeren Materialien bis in den Nanometerbereich beobachtet werden.

Die Forscher wollen damit die Transportwege von sogenannten Nanocarriern zwischen den Zellen und in die Zellen hinein untersuchen. Nanocarrier werden in Teltow aus polymeren Biomaterialien entwickelt und transportieren andere Stoffe, wie zum Beispiel Arzneimittel direkt bis zu den erkrankten Zellen. Im Hinblick auf die Entwicklung neuer Therapieformen ist die Erforschung der wechselseitigen Einflüsse von Nanocarriern und körpereigenen Zellen von entscheidender Bedeutung.

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Sabine Benner

Institut für Biomaterialforschung

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