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Feierliche Einweihung des GITZ-Erweiterungsbaus auf dem Gelände des Helmholtz-Zentrums

Auf dem Gelände des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) haben der Geschäftsführer des Geesthachter Innovations- und Technologiezentrums (GITZ), Dr. Rainer Döhl-Oelze, der wissenschaftliche Geschäftsführer des HZG, Prof. Dr. Wolfgang Kaysser sowie die Geschäftsführer von INCOATEC und künftigen Mieter, Dr. Jörg Wiesmann und Dr. Carsten Michaelsen, den vierten Erweiterungsbau des GITZ offiziell eingeweiht. Geladen waren mehr als 200 Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, welche die Zeremonie feierlich begleiteten.

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V.l.n.r. Prof. Dr. Wolfgang Kaysser, Dr. Frank Nägele, Dr. Rainer Döhl-Oelze, Werner Hesse, Dr. Jörg Wiesmann, Dr. Lutz Brügemann

INCOATEC, ein ehemaliges Spin-Off-Unternehmen des HZG, hat den rund 4.200 Quadratmeter großen Neubau bereits Mitte März bezogen. Das weltweit tätige Unternehmen stellt dort Spiegel her, um Röntgenlicht für Materialdurchleuchtungen zu bündeln. Ergänzend entwickelt und fertigt INCOATEC Systeme zur Röntgenstrahlerzeugung. „Wir erweitern ständig unser Spektrum und haben gute Produkte“, sagt Geschäftsführer Jörg Wiesmann, was er als Gründe für die nennenswerte Entwicklung innerhalb von 11 Jahren, von einem Vier-Mann- Betrieb zu einer internationalen Hightech-Schmiede mit 50 Mitarbeitern sieht. „Wir haben von Anfang an auch von unseren Kontakten aus der Industrie profitiert“, ergänzt der zweite Geschäftsführer Dr. Carsten Michaelsen, der genauso wie Wiesmann vorher am Helmholtz-Zentrum Beschichtungstechniken erforschte.

So gründeten die beiden Männer INCOATEC 2002 im Rahmen eines Joint-Ventures mit dem Röntgenanalysegeräte-Hersteller Bruker AXS, einem börsennortierten amerikanischen Unternehmen mit deutschen Wurzeln. „Über Bruker steht uns ein weltweites Vertriebsnetz zur Verfügung“, weiß Wiesmann die enge Geschäftsverbindung zu schätzen. Der Jahresumsatz von INCOATEC liegt derzeit bei rund siebeneinhalb Millionen Euro und die beiden Geschäftsführer rechnen mit einem weiteren Umsatzplus von drei Millionen Euro. „ Wir haben mit dem neuen Gebäude nun optimale Voraussetzungen, um weiter zu wachsen“, so Michaelsen. Insgesamt 60 Prozent der Fläche stehen für die Produktion und Entwicklung und 40 Prozent für moderne Büroräume zur Verfügung. Der Umzug in die neuen Räumlichkeiten soll sich auch positiv auf die Zahl der Beschäftigten auswirken, die INCOATEC schnell auf 70 Personen erhöhen will.

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Prof. Dr. Wolfgang Kaysser betonte in seiner Rede die Wichtigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.

Dr. Frank Nägele, Staatssekretär vom Wirtschaftsministerium Schleswig-Holstein, gratulierte allen Beteiligten zu dem Erfolg und begrüßte in seiner Rede die enge Verbindung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. „Ein wesentlicher Schlüssel für Wachstum ist, was sie hier machen“, betonte Nägele. Dabei richtete er zeitweise auch das Wort direkt an den wissenschaftlichen Geschäftsführer des HZG, Prof. Wolfgang Kaysser und den Geschäftsführer des GITZ, Dr. Rainer Döhl-Oelze, „Ich bin davon überzeugt, dass sie künftig noch näher zusammenrücken. Sie haben dabei unsere volle Unterstützung“, versicherte der Staatssekretär.

„Eine enge Verbindung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft liegt uns sehr am Herzen“, bestätigte Kaysser. „Ich bin mir sicher, dass es uns künftig gelingen wird, noch besser und gezielter zusammenzuarbeiten“, so der HZG-Geschäftsführer. Gleichzeitig lobte Kaysser den repräsentativen GITZ-Neubau, der seine Wirkung sicherlich nicht verfehlen werde: „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass, wenn Wissenschaftler dort vorbeifahren, ihr Interesse an einer Ausgründung deutlich steigt“, zeigte Kaysser sich überzeugt.

Der Vorsitzende der GITZ-Gesellschafterversammlung und Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Herzogtum Lauenburg, Werner Hesse, warf anlässlich der Eröffnung des vierten Bauabschnitts einen Blick auf die Anfänge des GITZ. „1999 befassten wir uns noch mit der Frage, ob ein Technologie-Zentrum Sinn macht.“ Doch der Erfolg habe uns Recht gegeben. Allein seit der Gründung 2002 hätten 37 Unternehmen die Räumlichkeiten und Dienstleistungen des GITZ genutzt und so für die Verknüpfung von richtungsweisender Wissenschaft und profitabler Wirtschaft gesorgt. „Der Erfolg des Technologie-Zentrums wäre allerdings ohne die Forschung des Helmholtz-Zentrums so nicht denkbar gewesen“, sagte Hesse.
Auch GITZ Geschäftsführer Dr. Rainer Döhl-Oelze kam auf die enge Verknüpfung zwischen HZG und GITZ zu sprechen. „Im HZG wird durch öffentlich finanzierte Forschung Wissen produziert. Bei uns im GITZ wird dieses Prinzip quasi umgekehrt, indem ehemalige Forscher innovatives Wissen zu Geld machen“, sagte Döhl-Oelze. Die Aufgabe des GITZ sei es, als verlängerter Arm der Wirtschaftsförderung Jungunternehmer zu beraten und ihnen eine vorläufige Heimat zu bieten: „damit Ergebnisse aus der Spitzenforschung schneller zu greifbaren Produkten werden. In diesem Sinne bauen wir mit unseren Partnern weiter an der Zukunft“, schloss Döhl-Oelze.

Insgesamt vergrößert sich die GITZ-Gesamtfläche auf mehr als 11.000 Quadratmeter. Damit bietet das Geesthachter Innovations- und Technologiezentrum nun das gesamte Spektrum, vom Start-up Büro für Existenzgründer bis hin zur Hightech-Produktionsfläche. Neben INCOATEC sind in den anderen Gebäuden aktuell 15 Unternehmen unterschiedlicher Branchen untergebracht. Mit rund 240 Mitarbeitern erzielten diese im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz von rund 21 Millionen Euro.

Über das GITZ

Seit nunmehr 12 Jahren berät, begleitet und beherbergt das Geesthachter Innovations- und Technologiezentrum (GITZ) junge Technologie-Unternehmen in unmittelbarer Nachbarschaft zum größten Forschungszentrum des Landes. Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht ist neben der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis Herzogtum Lauenburg, der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg, der Stadt Geesthacht, der IHK zu Lübeck und der Commerzbank einer von sechs Gesellschaftern. Ziel ist es, das in der Region vorhandene wissenschaftliche und technologische Know-how für die Wirtschaft zu nutzen und in neue Produkte, Dienstleistungen sowie Arbeitsplätze zu überführen.

Über INCOATEC

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Klein und Hightech: Die beiden INCOATEC-Geschäftsführer Dr. Jörg Wiesmann und Dr. Carsten Michaelsen prüfen die Qualität der Optik.

Die INCOATEC GmbH entwickelt, baut und vertreibt Spiegel, die Röntgenlicht für Materialanalysen bündeln. Die Grundlage für die besonderen Optiken bildet eine hoch-präzise Beschichtungstechnik, die für Röntgenoptiken beim DESY in Hamburg und anderen Forschungslaboren weltweit eingesetzt werden. 2002 gründeten vier ehemalige Mitarbeiter des Helmholtz-Zentrums Geesthacht INCOATEC als Spin-off-Unternehmen des HZG und bezogen erste Räumlichkeiten im GITZ. Mittlerweile ist INCOATEC zu einer weltweit tätigen Hightech-Firma mit rund 50 Mitarbeitern gewachsen.

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Dr. Torsten Fischer

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