| Pressemitteilung

Wind, Wellen und Strömung: Workshop zur Offshore-Windenergie beleuchtet Gefahren und Potenzial

Der Ausbau der Offshore-Windenergie spielt für die Erreichung der Energie-Ziele der Bundesregierung eine entscheidende Rolle. Diese neue und verstärkte Nutzung bringt neben Chancen neue Anforderungen mit sich. Die Küstenforschung und die operationellen Dienste der Behörden können die Offshore-Windenergiebranche mit neu entwickelten und bereitgestellten Produkten bei diesen Herausforderungen unterstützen.

Wann erlauben Strömung, Wind und Wellen sicheres arbeiten an den Offshore-Anlagen? Wie ist der Seegang entlang der Schifffahrtsstrecken zur Versorgung der Windenergieanlagen? Mit welcher Genauigkeit lassen sich geeignete Zeitfenster voraussagen?

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Benötigen ruhige See für Wartungsarbeiten an den Offshore-Anlagen: Die Betreiber der Windfarmen [Foto: ©vschlichting/Istock]

Auf dem Workshop „Neue Produkte zur Unterstützung der Offshore-Windenergie:
Mehr Sicherheit und Effizienz durch detaillierte Zustandserfassung und Vorhersagen“ am 28. November in Hamburg diskutieren rund 100 Wissenschaftler, Ingenieure, Vertreter von Genehmigungsbehörden, Versicherungen und Offshore-Anlagen-Betreiber unter anderem diese Fragen zur Messung und Vorhersage von Strömung, Wind und Wellen.

Der gemeinsam vom Institut für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG), dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) und dem Deutschen Wetterdienst (DWD) durchgeführte Workshop will den Dialog zwischen den beteiligten Institutionen und Unternehmen fördern.

Im Vordergrund des Workshops steht, dass Errichtung und Wartung der Windenergieanlagen für die beteiligten Unternehmen ganz neue Herausforderungen unter den schwierigen Wetter-, Seegangs- und Strömungsverhältnissen, besonders in der Nordsee, bedeuten. Am Workshop nehmen unterschiedlichste Unternehmen der Offshore- Windenergiebranche teil: Von Windparkbetreibern, über Versorger (für den Betrieb der Anlagen), Taucher (z.B. für Unterwasserinstallationen und Kabellegearbeiten) und Produzenten von Umspannplattformen bis hin zu Vertretern für Arbeitssicherheit und von Versicherungsunternehmen.

Neue Produkte, die beispielsweise in den Forschungsvorhaben DeMarine-2, COSYNA (Coastal Observing System for Northern and Arctic Seas) und coastdat bei DWD, BSH und HZG entwickelt werden, werden dargestellt und diskutiert: Operationelle Strömungsvorhersagen, Strömungsfelder in der Deutschen Bucht mit Einbindung von Beobachtungsdaten, Seegangsmonitor (hochaufgelöste Analysen und Vorhersagen von Seegangsparametern), Streckenwetter (Seegang, Wind und Strömungen entlang von Offshore-Versorgungsrouten) und Langzeitstatistiken zu Wind, Wellen und Wasserstand aus Rekonstruktionen der letzten 60 Jahre.

Durch den Austausch mit den Nutzern sollen die bestehenden Produkte verbessert und Kooperationen zur Entwicklung neuer Produkte angestoßen werden, um Beobachtungen und wissenschaftliche Arbeiten zu unterstützen und besser nutzbar zu machen.

Im Vorfeld wurden Interviews mit einigen Unternehmen der Branche geführt, die ein positives Feedback und ein großes Interesse am Workshop und der Zusammenarbeit ergaben. Ein weiteres Ziel des Treffens ist es, Kooperationen von Wissenschaft, Behörden und Unternehmen der Offshore-Windenergiebranche zu etablieren.

Kontakt


Heidrun Hillen

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Helmholtz-Zentrum Geesthacht

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