| Pressemitteilung

Neues Forschungsprogramm für den gesamten Ostseeraum: „Baltic Earth“

Konferenzeröffnung auf der Insel Öland im Beisein des schwedischen Königs

Am 10. Juni startet das neue Forschungsprogramm für den Ostseeraum „Baltic Earth“. Es löst das seit 1992 laufende internationale Ostseeforschungsprogramm BALTEX (Baltic Sea Experiment) ab. Wissenschaftler aus allen Ostseeanrainerstaaten haben in BALTEX die Wasser- und Energiekreisläufe zwischen Atmosphäre, Land und Wasser und die Auswirkungen des Klimawandels auf den Ostseeraum erforscht. Um ein langfristiges Bild von den Änderungen zu bekommen, wird diese Arbeit nun fortgeführt und zusätzlich der Einfluss des Menschen auf die Umwelt im Ostseeraum stärker berücksichtigt. Das Forschungsnetzwerk wird koordiniert durch das Internationale BALTEX Sekretariat mit Sitz am Helmholtz-Zentrum Geesthacht.

Wissenschaftler aus allen Ostseeländern forschen gemeinsam zu ökologischen Änderungen und dem Klimawandel im Ostseeraum (Foto: DeVice, Fotolia)

Wissenschaftler aus allen Ostseeländern forschen gemeinsam zu ökologischen Änderungen und dem Klimawandel im Ostseeraum (Foto: DeVice, Fotolia)

Im Rahmen der siebten BALTEX Study Conference stellen die BALTEX-Wissenschaftler ihre bisherigen Ergebnisse und das zukünftige Forschungsprogramm „Baltic Earth“ vor. Die Konferenz findet vom 10. bis 14. Juni auf der schwedischen Insel Öland statt und wird im Beisein des schwedischen Königs Karl XVI Gustaf eröffnet.

Das neue Forschungsprogramm „Baltic Earth“ setzt seine Schwerpunkte weiterhin auf die Wechselwirkungen von Prozessen zwischen Wasser, Land und Atmosphäre im Ostseeraum. Eine wesentliche Ergänzung der Forschungsthemen ist der Einfluss des Menschen auf die Ostseeumwelt.

„Die Zusammenhänge im Ostseeraum zu verstehen, ist enorm wichtig, um Veränderungen einzuschätzen und sich frühzeitig darauf einstellen zu können“, sagt Dr. Marcus Reckermann, Leiter des Internationalen BALTEX Sekretariats.

Wichtige Fragen sind zum Beispiel die zukünftige Entwicklung des Meeresspiegels der Ostsee, die Änderung des Salzgehalts und der Stoffflüsse zwischen Land und Meer sowie die Frage ob und wie sich in Zukunft Extremereignisse wie Starkregen oder Hitzewellen besser vorhersagen lassen. Wesentlich ist auch die verbesserte Berücksichtigung menschlicher Einflüsse in Computermodellen, mit denen mögliche Entwicklungen simuliert werden können.

Wesentlich ist auch die stärkere Berücksichtigung menschlicher Einflüsse in Computermodellen, mit denen mögliche Entwicklungen simuliert werden können.

Forschungsarbeit in „Baltic Earth“

Die „Baltic Earth“-Wissenschaftler kombinieren für ihre Forschung Beobachtungen, Messungen und die Arbeit mit Computermodellen. So soll ein möglichst genaues Bild der Zusammenhänge im Ostseeraum entstehen.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der zukünftigen Forschungsarbeit: Das Wissen soll verständlich an Entscheidungsträger, die Öffentlichkeit und andere Wissenschaftler gegeben werden. Die Arbeit dazu ist schon im Gange. Der zweite Ostseeklimabericht (BACC II) wird im Rahmen von „Baltic Earth“ Ende 2013 fertiggestellt.

Forschungsergebnisse verfügbar machen

Schon der 2008 erschienene erste Ostseeklimabericht, der sogenannte BACC Report (BALTEX Assessment of Climate Change for the Baltic Sea Basin), war ein Meilenstein der bisherigen Ostseeforschung. 80 Wissenschaftler aus 13 Ländern haben eine Bestandsaufnahme des Klimawandels und seiner Auswirkungen auf die Umwelt erarbeitet.

Diese Arbeit wurde auch von der zwischenstaatlichen Kommission für den Schutz der Meeresumwelt im Ostseeraum, HELCOM, aufgenommen und bildet die Grundlage für Empfehlungen an die Politik.

In „Baltic Earth“ sollen zusätzlich zu dem großen Ostseereport weitere Berichte erscheinen – zum Beispiel eine Abschätzung der Leistungsfähigkeit aktueller regionaler Klimamodelle für den Ostseeraum. Um das Wissen an Nachwuchswissenschaftler weiterzugeben, sollen regelmäßig „Baltic Earth“-Sommerschulen stattfinden.

Einladung für Medienvertreter


Medienvertreter können nach vorheriger Anmeldung an der BALTEX Study Conference und dem Start des neuen Forschungsprogramms „Baltic Earth“ teilnehmen. Die Konferenz findet im Strand Hotell Borgholm auf Öland, Schweden statt. Der schwedische König Karl XVI Gustaf wird bei der Eröffnung der Konferenz anwesend sein.

Das „Baltic Earth“ Logo und Bildmaterial vom Start des neuen Forschungsprogramms finden Sie ab dem 10. Juni , 12:00 Uhr auf der BALTEX Webseite.

Das „Baltic Earth“ Logo und Bildmaterial vom Start des Forschungsprogramms finden Sie hier. Das ausführliche Konferenzprogramm finden Sie hier.

Medienvertreter, die an Interviews mit Wissenschaftlern interessiert sind, melden sich bitte bei Marcus Reckermann vom Internationalen BALTEX Sekretariat

Tel: +49 (0)4152 87 1693

E-Mail Kontakt

Medienvertreter, die an der Konferenz und dem Start des neuen Forschungsprogramms teilnehmen möchten, registrieren sich bitte bis zum 7. Juni bei Jessica Forsgard vom Swedish Meteorological and Hydrological Institute

Tel: +46 (0)11 495 84 69

E-Mail Kontakt

Hintergrund


BALTEX und die siebte Study Conference auf der schwedischen Insel Öland

Seit 20 Jahren erforschen BALTEX-Wissenschaftler aller Ostseeanrainerstaaten gemeinsam den Wasser- und Energiekreislauf sowie den Klimawandel und die damit einhergehenden Veränderungen im Ostseeraum. Es wurde viel erreicht, auch über die Grenzen des bis in die späten 1980er Jahre bestehenden eisernen Vorhangs. Zusammen mit den ehemaligen Ostblockstaaten wurde auf eine Forschungskooperation hin gearbeitet: Gemeinsam wurden Datenbanken für die Speicherung und Nutzung von Beobachtungsdaten eingerichtet.

Es wurden Computermodelle entwickelt um die Beobachtungsdaten zu ergänzen und Zukunftsszenarien für die Ostsee zu erstellen. Viele Ergebnisse sind in dem Ostseeklimabericht (BACC-Report) zusammengetragen und stehen so Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Die siebte BALTEX Study Conference findet vom 10. bis 14. Juni auf der schwedischen Insel Öland statt. Dort stellen die BALTEX-Wissenschaftler ihre Ergebnisse aus den letzten 20 Jahren BALTEX-Forschung vor und das zukünftige Forschungsprogramm „Baltic Earth“ wird aus der Taufe gehoben.

Weitere Informationen


Zur Seite des BALTEX Programms Zur Seite des Helmholtz-Zentrums Geesthacht Zusammenfassung des ersten Ostseeklimaberichtes BACC

Kontakt


Dr. Marcus Reckermann

Tel: +49 (0)4152 87 1693

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Kontakt in der Pressestelle des Helmholtz-Zentrums Geesthacht


Julika Doerffer

Tel: 04152 / 87 1784

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