| Pressemitteilung

Küstenheimat, Offshore-Windparks und Afro-Sibirische Knutts: Experten diskutieren über die Zukunft der Küsten Norddeutschlands

Vom 4. Bis 6. März treten Wissenschaftler, Politiker, Naturschützer und Wirtschaftsexperten in einen Dialog über die Zukunft der Küsten Norddeutschlands. Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht veranstaltet dazu eine Tagung in der Handelskammer Hamburg.

Die Küsten Norddeutschlands sind viel genutzt und von immer stärkerem Forschungsinteresse. Vom 4. bis zum 6. März 2013 werden aktuelle Forschungsergebnisse und Nutzungskonflikte diskutiert. Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht veranstaltet dazu eine Tagung in der Handelskammer Hamburg. Hier tauschen Küstenexperten ihr Wissen über Windenergienutzung, Küstenschutz, die ökologische Bedeutung des Wattenmeers und weitere Themen aus. Dr. Dorothee Stapelfeldt, Zweite Bürgermeisterin und Senatorin für Wissenschaft und Forschung der Freien und Hansestadt Hamburg und Dr. Robert Habeck, Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein eröffnen die Veranstaltung.

Die Küsten Norddeutschlands: Nur eine Annäherung aller Interessenvertreter kann Lösungsstrategien hervorbringen (Foto: Fotolia/Pixelrohkost).

An den Küsten Norddeutschlands treffen die unterschiedlichsten Interessen aufeinander: Nur eine Annäherung im Dialog kann Lösungsstrategien hervorbringen (Foto: Fotolia/Pixelrohkost).

Während der dreitägigen Veranstaltung treten Wissenschaftler, Politiker, Naturschützer und Wirtschaftsexperten in einen Dialog über die Zukunft der Küsten. „Wir bitten alle Experten an einen Tisch“, sagt Prof. Dr. Hans von Storch, Leiter des Instituts für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht. „Entscheidungen über die Küste können nur getroffen werden, wenn die unterschiedlichen Interessenvertreter miteinander diskutieren und gemeinsame Strategien entwickeln.“

Hamburgs Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: „Die Küsten sind sehr sensible ökologische Systeme. Sie haben große Bedeutung für unsere Zukunft, auch im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Klimawandels. Die Forschungseinrichtungen in Norddeutschland tragen maßgeblich dazu bei, wissenschaftliche Antworten auf die drängendsten Fragen zu geben, mögliche Zielkonflikte rechtzeitig zu erkennen und die betroffenen Interessen in einen optimalen Ausgleich zu bringen.“

Interessenkonflikte an der Küste gibt es in vielen Bereichen. Das Beispiel Offshore-Windenergie: Ein wichtiges Standbein der Energiewende, Schaffung von Arbeitsplätzen, mögliche Einflüsse auf den Vogelzug und die Furcht der Küstenbewohner, dass der freie Blick aufs Meer verloren geht. Nur eine Annäherung im direkten Dialog kann Lösungsstrategien hervorbringen.

Ein weiteres Spannungsfeld ist der Küstenschutz: Deicherhöhung oder die Ausweisung von Überflutungsflächen - Wissenschaftler, Küstenschützer und -bewohner müssen die Zukunftsplanungen gemeinsam angehen. . Und um eine koordinierte zukünftige Entwicklung zu ermöglichen, sind wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlagen unerlässlich. „Die Herausforderungen des Klimaschutzes, der drohende Anstieg des Meeresspiegels bedeutet für uns in Norddeutschland: Küstenforschung tut Not“, sagt Dr. Robert Habeck.

Während neun thematisch verschiedenen Themensitzungen halten die Küstenexperten Vorträge. Der Bogen spannt sich über neue und kontroverse Beiträge zur Küstenökologie im Spannungsfeld zwischen Nutzung und Naturschutz bis zu Bewirtschaftungsplänen für die Elbemündung. Es wird den Fragen nachgegangen, wie die Küstenbewohner ihre Heimat sehen und was Dithmarschen für Zugvögel wie den Afro-Sibirischen Knutt so attraktiv macht. In den ein- bis eineinhalb-stündigen Pausen zwischen den Themensitzungen können die Experten miteinander ins Gespräch kommen und diskutieren. In einer Posterausstellung werden weitere Themen vorgestellt.

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