| Pressemitteilung

Ozeanwirbel erforschen: Prof. Dr. Burkard Baschek ist neuer Institutsleiter in der Küstenforschung

Prof. Dr. Burkard Baschek ist seit Juli 2012 neuer Leiter am Institut für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht. Nach einer fünfjährigen Professur an der University of California in Los Angeles leitet der Ozeanograph nun den Institutsteil „Operationelle Systeme“ und ist zuständig für die wissenschaftliche Entwicklung von Messsystemen, um Prozesse wie Meeresströmungen oder Seegang in Küstengewässern zu untersuchen.

Seit Juli 2012 ist Prof. Dr. Burkard Baschek neuer Leiter am Institut für Küstenforschung und leitet dort den Institutsteil „Operationelle Systeme“ (Foto: HZG).

Seit Juli 2012 ist Prof. Dr. Burkard Baschek neuer Leiter am Institut für Küstenforschung und leitet dort den Institutsteil „Operationelle Systeme“ (Foto: HZG).

Mit dem Antritt von Prof. Dr. Burkard Baschek wird im Institutsteil „Operationelle Systeme“ neben den etablierten Forschungsaktivitäten die Untersuchung von submesoskaligen Wirbeln im Ozean ein neuer Schwerpunkt werden.

Submesoskalige Wirbel sind mit einem Durchmesser von bis zu zehn Kilometern gegenüber den großen Ozeanwirbeln sehr klein, spielen aber trotzdem eine bedeutende Rolle für den Energiehaushalt der globalen Ozeanzirkulation.

„Ich möchte untersuchen, wie diese kleinen Wirbel als Uhrwerk der globalen Ozeanzirkulation funktionieren“, sagt Burkard Baschek, der auf diesem Forschungsgebiet Experte und Pionier zugleich ist. Bisher forschte er hauptsächlich in den amerikanischen Küstengewässern. Jetzt sollen diese Wirbel erstmals auch in der Nord- und Ostsee untersucht werden.

Die Wirbel entstehen und zerfallen innerhalb weniger Stunden. Mit schnellen Booten sind die Wissenschftler in kurzer Zeit am Wirbel, um die Messungen durchzuführen (Foto: privat).

Die Wirbel entstehen und zerfallen innerhalb weniger Stunden. Mit schnellen Booten sind die Wissenschftler in kurzer Zeit am Wirbel, um die Messungen durchzuführen (Foto: privat).

Um solche Wirbel direkt vor Ort zu untersuchen, müssen die Wissenschaftler schnell sein. Denn die Wirbel entstehen und zerfallen innerhalb weniger Stunden und sind an der Wasseroberfläche nur schwer zu sehen.

Dafür hat Burkard Baschek ein eigenes Messverfahren entwickelt: Mit einer in einem Flugzeug installierten, hochempfindlichen Wärmebildkamera werden die Wirbel aufgespürt. Dann fahren die Wissenschaftler den Wirbel mit einem schnellen Boot an. Mit speziell entwickelten Messgeräten wird unter anderem die Temperaturverteilung im Wirbel untersucht.

Die Ergebnisse geben zum Beispiel Aufschluss darüber, wie sich oberflächennahe Wassermassen vermischen oder wie das Auftreten und Wachstum von Mikroalgen gesteuert wird. Das Verfahren hat Burkard Baschek während seines fünfjährigen Forschungsaufenthaltes in Los Angeles entwickelt. Dort war er bis zu seinem Wechsel nach Geesthacht Professor an der University of California.

Das Institut für Küstenforschung bietet mit dem hier entwickelten Küstenbeobachtungs- und Analysesystem COSYNA (Coastal Observation System for Northern and Arctic Seas) eine perfekte Grundlage für dieses neue Forschungsfeld. Mit den 50 Mitarbeitern des Institutsteils „Operationelle Systeme“ hat Burkard Baschek Experten aus verschiedenen ozeanographischen Fachgebieten, Ingenieure und Techniker an seiner Seite.

Die Institutsleiterposition ist verbunden mit einer Professur für „Küstenforschung und Messgeräte“ an der Christian-Albrechts Universität zu Kiel, an der der 41-Jährige auch schon sein Diplom in physikalischer Ozeanographie gemacht hat.

Weitere Informationen


Zur Seite des Instituts für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht Homepage von Prof. Dr. Burkard Baschek

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Dr. Torsten Fischer
Dr. Torsten Fischer

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