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Gemeinsam erfolgreich im Wissenschaftswettbewerb – Beteiligungen des Helmholtz-Zentrums Geesthacht in der Exzellenzinitiative

Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht hat sich im Rahmen der Exzellenzinitiative an drei Anträgen beteiligt. In Hamburg am Exzellenzcluster „Integrated Climate System Analysis and Predicition (CLISAP), an der Graduiertenschule Berlin-Brandenburger Schule für Regenerative Therapien (BSRT) sowie am neuen Cluster „Materials for Life“ in Kiel. Die Hamburger und Berliner Anträge waren erfolgreich.

Für die Wissenschaftler im Wettbewerb der Exzellenzinitiative wurde es zum Schluss noch einmal besonders spannend: Erst kurz vor der offiziellen Pressekonferenz des Bewilligungsausschusses in Bonn erfolgte der erlösende Anruf mit den positiven Ergebnissen. Umso rascher kamen bei den erfreuten Forschern des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) die ersten Glückwünsche an.

Der Wissenschaftliche Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums Geesthacht, Prof. Dr. Wolfgang Kaysser: „Mein Glückwunsch und Dank gilt den Beteiligten in Hamburg, Berlin und Kiel. Gern haben wir die Herausforderung angenommen und viel Engagement in die enge Kooperation mit den Hochschulen gesteckt. Durch die Zusammenfassung von Kapazitäten, Kompetenzen, Kreativität und unserer Strukturen werden bald zukunftsweisende Ergebnisse erzielt.“

Kooperationen mit Geesthachter Küstenforschern

In dem schon seit 2007 in Hamburg geförderten Exzellenzcluster CLISAP arbeiten Meteorologen und Meereskundler, Atmosphärenforscher und Ökologen eng mit anderen Wissenschaftsdisziplinen zusammen: Mit Sozial- und Wirtschaftsexperten, mit Medienwissenschaftlern und Friedensforschern. Hierbei kooperieren die Universität Hamburg, das Max-Planck-Institut für Meteorologie, das Helmholtz-Zentrum Geesthacht und
das Deutsche Klimarechenzentrum. Gemeinsam analysieren sie die natürlichen und vom Menschen gemachten Klimaänderungen und entwickeln mögliche Zukunftsszenarien. Besonders enge Verbindungen bestehen zum Norddeutschen Klimabüro des Helmholtz-Zentrums Geesthacht. Prof. Hans von Storch vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht ist einer der leitenden Wissenschaftler des Clusterbereichs „Climate manifestations and impacts“.

Zusammenarbeit zwischen dem Standort Teltow und Berlin

Die Graduiertenschule BSRT bietet seit 2007 ein strukturiertes Promotionsprogramm für junge Wissenschaftler aus der Medizin, Chemie, Physik, Biologie und den Ingenieurswesen, die im Bereich Regenerative Therapien forschen. Die Graduiertenschule ist auf institutioneller Ebene an der Charité, Universitätsmedizin Berlin verankert und wird gemeinsam von der Humboldt-Universität und der Freien Universität Berlin vertreten.

Die BSRT ist eng an das Berlin-Brandenburger Centrum für Regenerative Therapien (BCRT) gekoppelt, das gemeinsame Translationszentrum der Charité und der Helmholtz-Gemeinschaft. Die Wissenschaftler des HZG am Standort BCRT in Berlin-Wedding, wie auch in Teltow im Zentrum für Biomaterialentwicklung, arbeiten eng mit der BSRT zusammen. Standortleiter Prof. Dr. Andreas Lendlein ist Mitinitiator der einzigartigen Einrichtung.

„Materials for Life“ abgelehnt, Kooperationen gehen weiter

Der abgelehnte Kieler Exzellenzcluster „Materials for Life“ (Materialien für das Leben) hatte zum Ziel, neue intelligente Systeme und Materialien für medizinische Implantate und Sonden zu entwickeln, die ihrerseits frühzeitig kritische Gesundheitszustände erkennen beziehungsweise autonom Gegenmaßnahmen einleiten können. „Wir werden versuchen, viele Aspekte des geplanten Exzellenzclusters mit anderen Förderungsmöglichkeiten anzugehen“, erläuterte Professor Eckhard Quandt, der als Sprecher des Schwerpunktes „Kiel Nano Science“ den Antrag für die Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel koordiniert hat.

Die CAU und ihre Kooperationspartner werden diesen Schwerpunkt gezielt weiter entwickeln, da sein wissenschaftliches und gesellschaftliches Potenzial mit der Aufforderung zur Hauptantragsstellung nachgewiesen wurde. Materialforscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht unterstützen dabei mit ihren Forschungsinfrastrukuren und Kompetenzen. Im Fokus der Geesthacht Wissenschaftler stehen dabei die Forschung mit Biomaterialien auf Magnesiumbasis unter der Leitung von Prof. Dr. Karl Ulrich Kainer sowie Materialanalyse mit Photonen und Neutronen unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Schreyer.

Förderung von Spitzenforschung

Mit Exzellenzclustern werden an Universitäten international sichtbare und konkurrenzfähige Forschungskooperationen etabliert, in denen außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Fachhochschulen und Partner aus der Wirtschaft zusammenarbeiten. Hierdurch wird Spitzenforschung gestärkt und ein hervorragendes Umfeld für den wissenschaftlichen Nachwuchs gebildet. Der Wettbewerb wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Wissenschaftsrat durchgeführt. Für die jetzt bewilligte Förderung sämtlicher Projekte und Einrichtungen stellen der Bund und die Länder 2,4 Milliarden Euro bereit.

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Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Dr. Torsten Fischer
Dr. Torsten Fischer

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