| Pressemitteilung GKSS-Forschungszentrum Geesthacht

Küstenforschung erleben

Forschung vor Anker mit der Ludwig Prandtl – Open Ship 2010

Vom 12. bis 16. Juli 2010 läuft die „Ludwig Prandtl“ des GKSS-Forschungszentrums Geesthacht die Häfen Ostfrieslands an. Auf dem „Open Ship“ an den Nachmittagen öffnet das Forschungsschiff in Wilhelmshaven, Norderney, Delfzijl und Leer seine Türen. Interessierte erhalten an Bord spannende Einblicke in die Themen und Arbeiten der Küstenforschung.

Ahoi am Abend


Logo Forschung vor Anker 2010

Auf begleitenden Abendveranstaltungen kann jedermann hautnah in aktuelle Forschungsthemen eintauchen und sich anschließend mit den Wissenschaftlern des GKSS-Instituts für Küstenforschung austauschen. Unter anderem präsentieren die Institutsleiter Prof. Dr. Hans von Storch und Prof. Dr. Franciscus Colijn neueste Forschungsergebnisse.

Sie beantworten Fragen rund um das Thema Nordsee und berichten über Entwicklungen an der Küste und Auswirkungen des Klimawandels auf Norddeutschland. Weitere Themen handeln unter anderem von dem „Leben der Welle Bella“ oder Sturmfluten an der Nordseeküste.

Am 12. Juli stellt Prof. Dr. Beate Ratter in Wilhelmshaven erstmals das neu erschienene Buch „Küstenbilder – Was Menschen an der Nordseeküste über Heimat, Umwelt und Gefahren denken“ vor. Es ist Ergebnis einer großen Befragung zum Heimatverständnis von über 800 Einwohnern in Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Die Studie untersucht das Naturbild und das geistige Bild der Umwelt der Menschen, genauso wie die möglichen Gefahren oder Risiken, die die Bewohner als Bedrohung für ihre Heimat sehen.

Einsatz im flachen Wasser


Das GKSS-Forschungsschiff "Ludwig Prandtl" vor einer  Messboje in der Nordsee. Durch ihren geringen Tiefgang kann die Ludwig Prandtl vor allem in flachen Küstengewässern eingesetzt werden. [Download]

Die Ludwig Prandtl besitzt trotz der Länge von 31 Metern einen Tiefgang von weniger als 1,7 Metern. Damit ist das Forschungsschiff hervorragend für den Einsatz im Wattenmeer geeignet. Die Forschungseinsätze dienen insbesondere dazu, neue Messsysteme für das Monitoring von Küstengewässern zu erproben und Wasser- und Sedimentproben zu nehmen.

Die Open Ship-Tour 2010 beginnt am 12. Juli 2010 um 15 Uhr in Wilhelmshaven, dort macht die „Ludwig Prandtl“ am Helgolandkai fest. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

Programm


Open Ship

  • 12. Juli 2010 Wilhelmshaven, 15 bis 18 Uhr, Helgolandkai (Höhe ICBM-Terramare), Schleusenstraße 1, in Zusammenarbeit mit dem Forschungsschiff „Otzum“ der Universität Oldenburg
  • 13. Juli 2010 Überfahrt nach Norderney
  • 14. Juli 2010 Norderney, 13 bis 17 Uhr, Hafen Norderney, in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle Küste und dem Schiff „Burchana“
  • 15. Juli 2010 Delfzijl (Niederlande), 15 bis 18 Uhr, am Drijvende Pier
  • 16. Juli 2010 Leer, 15 bis 18 Uhr, im Hafen, Rathausbrücke

Abendveranstaltungen


  • 12. Juli 2010 Wilhelmshaven, 19 bis 21 Uhr, Wattenmeerhaus (Südstrand 110 b), Vorträge von Jens Enemark (Gemeinsames Wattenmeersekretariat (CWSS)): „Weltnaturerbe Wattenmeer – Chancen und Herausforderungen“ und Prof. Dr. Beate M.W. Ratter (GKSS) „Heimat, Umwelt, Risiko an der Deutschen Nordseeküste“
  • 13. Juli 2010 Norderney, 19.30 bis 21 Uhr, Conversationshaus am Kurplatz (Weißer Saal), Vorträge von Dr. Ralf Weisse (GKSS) „Das Leben der Welle Bella: Von der Physik der Ozeanwellen“ und Dipl.-Ing. Hanz D. Niemeyer (Forschungsstelle Küste) „Was bedeutet Seegang für den Insel- und Küstenschutz?
  • 15. Juli 2010 Delfzijl, 19.30 bis 20.30 Uhr (Niederlande), Restaurant Van de Boegschroef, Vortrag von Prof. Dr. Franciscus Colijn (GKSS) „Wattenmeerforschung am GKSS-Forschungszentrum“, Begrüßung durch den Bügermeister Emme Groot
  • 16. Juli 2010 Leer, 19.30 bis 20.30 Uhr, Gasthof zur Leda (Neue Straße 6 ), Vortrag von Prof. Dr. Hans von Storch (GKSS) „Meeresspiegelanstieg und Sturmfluten an der Nordseeküste“, Begrüßung durch den Bürgermeister Wolfgang Kellner