Forschungsreaktor - Neutronen für die Wissenschaft

Der Forschungsreaktor (FRG-1) gehörte zu den modernsten Neutronenquellen Europas.

Nach über 50 erfolgreichen Jahren wurde der Forschungsreaktor FRG-1 am 28. Juni 2010 im Rahmen eines Festkolloquiums endgültig offiziell abgeschaltet. Gleichzeitig wurde das „German Engineering Materials Science Center“ gegründet in dem die Materialforschung mithilfe von Neutronen- und Synchrotronstrahlung am FRM-2 in München und am DESY in Hamburg fortgesetzt wird.

Pressemitteilung 28. Juni 2010: Die Abschaltung des Forschungsreaktors FRG-1 und neue Perspektiven für die Materialforschung

Besichtigung

Die Stilllegung und der Abbau der Forschungsreaktoranlage erfordern höchste Sorgfalt und sehr viel technisches Know-how.

Wir bieten Ihnen im Rahmen unseres Besuchsprogramms die Möglichkeit, sich aus erster Hand zu informieren, geben Ihnen Einblicke in die Technik und Antworten auf Ihre Fragen. Weitere Informationen und ein Anmeldeformular finden Sie hier:

Anmeldung Besichtigung

Neutronen für die Wissenschaft

Im Gegensatz zu Röntgenstrahlen (links) machen Neutronen (rechts) mehr Details sichtbar.

Der FRG-1 produzierte Neutronen ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke – fernab der Kernforschung.

Ähnlich wie Röntgenstrahlen Einblicke in den Körper zulassen, durchdringen Neutronen unter anderem Metalle und Kunststoffe und geben Aufschluss über deren atomare Strukturen.

Viele innovative Entwicklungen und Entdeckungen wären ohne sie nicht denkbar: zum Beispiel neue und sichere Werkstoffe für die Verkehrstechnik, moderne Spurenanalytik in der Umwelttechnik und grundlegende medizinische Prozesse.