Aufbau

Der FRG-1 hatte eine thermischen Leistung von fünf Megawatt. Er war als Strahlrohrreaktor ausgelegt, das heißt, die durch nukleare Spaltung entstehenden Neutronen werden über Strahlrohre vom Reaktorkern zu den Experimenten geleitet. Der FRG-1 wurde bereits 1958 in Betrieb genommen. Kontinuierlich wurde er dem sich ändernden Stand von Wissenschaft und Technik angepasst. Hierzu gehörten auch die regelmäßige Überprüfung der Betriebsvorschriften, die Bedienungsanweisungen, regelmäßige und intensive Personalschulungen, umfangreiche und wiederkehrende Prüfungen und die vorbeugende Wartung wichtiger Anlagenteile. Hierdurch wurde aktiv der sicherheitstechnische Standard der Anlage gefördert und die Ergebnisse und Empfehlungen in Abstimmung mit den zuständigen Genehmigungsbehörden umgesetzt. Durch die Summe dieser Maßnahmen stand der Wissenschaft mit dem FRG-1 eine der modernsten Neutronenquellen Europas zur Verfügung.