| News

Besuch aus Kiel: Leichtbau im Fokus

Staatssekretär Dr. Frank Nägele aus dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie in Schleswig-Holstein besuchte gemeinsam mit Mitarbeitern am 28. Juli 2016 das Helmholtz-Zentrum in Geesthacht. Die Wissenschaftler stellten dem Politiker ihre Forschungsprojekte vor. Darunter insbesondere den Leichtbau mit Magnesium und innovative Fügeverfahren.

Besuch Staatssekretär Nägele beim Schweissen

Staatssekretär Dr. Frank Nägele informiert sich über die innovativen Fügeverfahren, mit denen zum Beispiel Aluminium-, Magnesium- und faserverstärkte Kunststoffe miteinander verschweißt werden können.

Zu Beginn des Besuchs gab der Wissenschaftliche Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG), Prof. Dr. Wolfgang Kaysser einen Überblick über die vielfältige Forschung und den daraus entstehenden Nutzen für Wirtschaft und Gesellschaft. Im HZG forschen die Wissenschaftler an unterschiedlichen Fragestellungen in den beiden großen Bereichen Material- und Küstenforschung.

Danach führte der Leiter des Magnesium Innovations Centre (MagIC) am HZG, Prof. Dr.-Ing. Karl Ulrich Kainer, durch die Labore und Hallen der Magnesium-Forscher. Direkt an der Gießwalze für Magnesium erfuhr Dr. Frank Nägele unter anderem, dass in Geesthacht ein besonderes Augenmerk auf der Legierungsentwicklung und auf Arbeiten zur Optimierung von vorhandenen und neuen Verarbeitungsprozessen liegt.

Die HZG-Forscher setzen auf Magnesium, denn der Werkstoff ist um ein Drittel leichter als Aluminium und gleichzeitig vergleichbar stabil. Deshalb kann dieses Metall helfen, Fahrzeuge und Flugzeuge leichter zu bauen und so den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren: 200 Kilogramm weniger Gewicht im Fahrzeug senken den Spritverbrauch auf 100 Kilometern um rund einen Liter.

Anschließend konnte sich der Staatssekretär ein Bild von innovativen Fügeverfahren machen. Das Team um Institutsleiter Prof. Dr. Norbert Huber und Abteilungsleiter Dr. dos Santos boten Dr. Frank Nägele eine Führung durch die Forschungshallen.

Die Wissenschaftler am HZG haben neue Verfahren entwickelt und patentiert, mit denen zum Beispiel Aluminium-, Magnesium- und faserverstärkte Kunststoffe miteinander verschweißt werden können.

Das geschieht ohne Schmelzen, Funkenbildung oder Dämpfe. Die Materialien werden durch Reibung und Druck fest miteinander verbunden. Die Forscher beschäftigen sich seit Anfang der 90er Jahre mit reibschweiß-basierten Prozessen. Heute zählen sie zu den ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet.

„Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht – ein wissenschaftlicher Leuchtturm im Süden Schleswig-Holsteins“, fasste Nägele seine Eindrücke begeistert zusammen.

Kontakt


Dr. Torsten Fischer
Dr. Torsten Fischer

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Helmholtz-Zentrum Geesthacht
Max-Planck-Str. 1
21502 Geesthacht

Tel: +49 (0)4152 87-1670

E-Mail Kontakt