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Der Erfinder des Fricition Stir Welding (FSW) Verfahrens, Dr. Wayne Thomas, kam am 20. November persönlich nach Geesthacht, um die nach ihm benannte Halle auf dem Forschungsgelände einzuweihen. In dem rund 300 Quadratmeter großen Gebäude werden innovative Fügeverfahren erforscht.

„Die Geesthachter Materialforscher in der Abteilung von Dr. Jorge dos Santos besitzen langjährige Erfahrung und Kompetenz. Diese Halle macht das Helmholtz-Zentrum Geesthacht zum führenden Labor im Bereich FSW in Europa“, sagt der Brite Wayne Thomas. „Ihre innovativen Weiterentwicklungen und Patente sind herausragende Forschungsleistungen. Ich fühle mich sehr geehrt, dass in der nach mir benannten Halle junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt gemeinsam ihre Projekte vorantreiben.“

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Eröffneten feierlich die Halle und schnitten gemeinsam das rote Band durch: Jorge dos Santos, Wayne Thomas, Wolfgang Kaysser und Norbert Huber (v.l.n.r.)

Dr. Wayne Thomas hat 1991 am Forschungszentrum TWI Ltd. in Cambridge das Reibrührschweißen (Friction Stir Welding) erfunden. Bei dem Verfahren werden Materialien nicht aufgeschmolzen, sondern durch Druck und Reibung gefügig gemacht und auf diesem Wege fest miteinander verbunden.

Rund 40 Materialforscher des Instituts für Werkstoffforschung, Abteilung Festphase-Fügeprozesse, arbeiten und forschen in dem neuen Gebäude. An modernen Maschinen werden sie neue Fügeverfahren, zum Beispiel zum Fügen von Metall und Kunststoff, entwickeln. „Leichtbau für Fahrzeuge und Flugzeuge bekommt aufgrund der Ressourcenknappheit eine immer größere Bedeutung“, sagt der zuständige Institutsleiter in der Werkstoffforschung, Prof. Dr. Norbert Huber. „Die neuen, leichten Multimaterial-Konzepte erfordern innovative Fügeverfahren. In unserer neuen Halle sind wir in der Lage unterschiedlichste Werkstoffe zu fügen.“

Nach einem wissenschaftlichen Kolloquium am Nachmittag, weihten der wissenschaftliche Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums Geesthacht, Prof. Dr. Wolfgang Kaysser, Dr. Wayne Thomas, Abteilungsleiter Dr. Jorge dos Santos sowie Institutsleiter Prof. Dr. Norbert Huber gemeinsam die Halle mit dem symbolischen Durchtrennen des roten Bandes ein.