| Pressemitteilung Helmholtz-Zentrum Geesthacht

Neue Anlage für die Magnesiumforschung

Sieben Millionen Euro für den Ausbau der weltweit einzigartigen Einrichtung MagIC

Auf dem Gelände des Helmholtz-Zentrums Geesthacht wurde für mehr als sieben Millionen Euro eine neue Halle mit einer Magnesium-Gießwalzanlage aufgebaut. Die große Gießwalzanlage wird heute im Beisein von Vertretern des Landes Schleswig-Holstein sowie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eingeweiht. Mit den neuen Geräten werden in Zukunft Magnesiumbleche erforscht. Die Anlage vervollständigt den erfolgreichen Zweig des Geesthachter Instituts für Werkstoffforschung, das 2006 eingeweihte Magnesium Innovation Centre, kurz MagIC.

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Magnesium ist ein exzellenter Leichtbauwerkstoff, der in der modernen Transporttechnik immer stärker in den Fokus rückt. Denn leichte Fahrzeuge verbrauchen weniger Kraftstoff und senken so den CO2-Verbrauch. Daher gehört den Ressourcen schonenden Leichtbaukonzepten die Zukunft.
Bereits heute spielt das Forschungszentrum im Bereich Magnesiumforschung eine weltweit herausragende Rolle, die jetzt ausgebaut wird.

„Dank der Zuwendungen in Höhe von rund sieben Millionen Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie der Länder Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Brandenburg konnten wir hier am Standort Geesthacht die Halle und sämtliche Komponenten für die Anlage einrichten“, freut sich der Wissenschaftlich-technische Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums Geesthacht, Prof. Dr. Wolfgang Kaysser.

Die mehr als 50 Wissenschaftler, Techniker und Forscher im Magnesium Innovation Centre (MagIC) können dort neue leistungsstarke Magnesiumblechsorten erforschen, unmittelbar erproben und anschließend bewerten. Damit ist MagIC ein wichtiger Teil der Strategie der Helmholtz-Gemeinschaft, Schlüsseltechnologien für die Zukunft zu entwickeln.

Aluminium bekommt Konkurrenz

Rollmag Halle

Mithilfe der Anlage lässt sich geeignetes Material erforschen und herstellen, sodass der spätere wirtschaftliche Einsatz von Magnesiumblechen in der Industrie näher rückt. Die Fertigungsprozesse werden beschleunigt und Magnesium muss den Vergleich mit dem zurzeit rentableren Aluminium nicht mehr scheuen.

Der Leiter des MagIC, Institutsleiter Prof. Dr. Ulrich Kainer: „Die Anlage besitzt Signalwirkung: Wir in Geesthacht schaffen gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung eine neue Dimension für diese Technologie. Dies führt sicher zu einer direkten Stärkung des Standtortvorteils für den mobilen Leichtbau in Deutschland.“

Ablauf am 29. September

Kontakt


Institutsleiter "Magnesium-Technologie"

Prof. Dr.-Ing. Karl Ulrich Kainer
Prof. Dr.-Ing. Karl Ulrich Kainer

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21502 Geesthacht

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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Heidrun Hillen
Heidrun Hillen

Helmholtz-Zentrum Geesthacht - Zentrum für Material- und Küstenforschung

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