Zooplankton-Rekorder (MOKI)

-Bild: Hans-Jürgen Hirche / AWI-

-Bild: Hans-Jürgen Hirche / AWI-

Der Zooplankton-Rekorder MOKI ermöglicht schnelles Mapping von Planktonmengen, sowie taxonomischen und Größenzusammensetzungen (die Abbildung zeigt ein Vorgängermodell). Der Zooplankton-Rekorder kann hochaufgelöste Bilder von winzigen Objekten, die weniger als 100 μm messen, liefern. Durch seine modulare Konfiguration kann das Gerät hinter Forschungsschiffen hergezogen werden, es kann als Komponente in FerryBoxen eingebaut oder auf unbemannten Plattformen oder Unterwasserknoten installiert werden.

Bilder der dominanten Planktongruppen können mit Hilfe von Software klassifiziert und Objekte ihren jeweiligen Umweltparametern zugeordnet werden: Tiefe, Temperatur, Salzgehalt und Sauerstoffkonzentrationen. Das Instrument wurde vom Alfred-Wegener-Institut entwickelt. Dort werden auch Modifikationen und der weitere Betrieb stattfinden.

Das Unterwasserobservatorium

Das Unterwasserplankton- und Partikelobservatorium nach einem Testeinsatz in der Ostsee. Bild: Klas Ove Möller/HZG-

Das Unterwasserplankton- und Partikelobservatorium nach einem Testeinsatz in der Ostsee. Bild: Klas Ove Möller/HZG-

Um unser Verständnis von Plankton und Partikeldynamik zu verbessern, setzt die Abteilung Marine Partikel & Plankton neue Methoden (z. B. Unterwasserbildgebungssysteme) ein, um diese Prozesse observierenund unser Verständnis der Meeresökosysteme und der biologischen Kohlenstoffpumpe zu verbessern.
Um die Einschränkung traditioneller Probenahmemethoden zu überwinden, wurde ein neuartiges Unterwasser-Plankton- und Partikelobservatorium entwickelt, das kürzlich in der Deutschen Bucht (südliche Nordsee) nahe der Insel Helgoland eingesetzt wurde. Das verkabelte Unterwasserobservatorium kombiniert einen ferngesteuerten Video-Plankton-Rekorder (VPR), einen akustischen Doppler-Stromprofiler und eine CTD-Sonde, die kontinuierliche und automatische Beobachtungen in kleinem Maßstab nahezu in Echtzeit ermöglichen.

Dieser nicht-invasive Probenahmeansatz ermöglicht die Quantifizierung von Meeresschneeaggregaten und dient daher als optische Partikelfalle. Darüber hinaus können Planktonhäufigkeit und -verhalten (z. B. vertikale Migration und trophische Wechselwirkungen) sowie die damit verbundene Hydrographie über Zeitskalen von Minuten bis zu mehreren Monaten beobachtet werden.

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