Systemanalyse und Modellierung
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Paläoklima und Statistik

Die Wissenschaftler der Abteilung "Paläoklima und Statistik" untersuchen Langzeitveränderungen in der Vergangenheit, um die Mechanismen besser zu verstehen, welche Klimavariationen vor der industriellen Periode ausgelöst haben, um so die jüngsten Klimaänderungen in den Kontext einer Langfristperspektive zu stellen.

Für eine solche Zeitreise in die Vergangenheit benutzen die Wissenschaftler Computer-Modelle, die verschiedene Faktoren berücksichtigen, welche vergangene Klimate beeinflusst haben. Diese beziehen sich auf Änderungen der von der Sonne abgestrahlten Energie, Vulkanausbrüche sowie Änderungen innerhalb der Erdumlaufbahn um die Sonne. Die Klimamodelle benutzen diese Antriebsfaktoren, um die Reaktion der Atmosphäre, des Ozeans, des Meereises, der Vegetation u.v.m. zu simulieren. Diese Simulationen reichen mehrere tausend Jahre in die Vergangenheit zurück.

Zur Überprüfung der Stichhaltigkeit der Resultate werden die Simulationsergebnisse mit abgeleiteten Ergebnissen aus natürlichen Klimaarchiven verglichen, wie zum Beispiel Korallen, Baumringen, Eisbohrkernen sowie Daten aus historischen Dokumenten der vergangenen Jahrhunderte. Hierzu werden neue statistische Methoden angewandt, um die Ergebnisse aus den Klimamodellen besser mit den natürlichen Klimaarchiven zu vergleichen.