Prof. Dr. Beate Ratter

Beate Ratter

Sozioökonomie des Küstenraumes
Abteilungsleiterin
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Prof. Dr. Beate M.W. Ratter, Professorin für Geographie an der Universität Hamburg und Leiterin der Abteilung Sozioökonomie des Küstenraumes am Institut für Küstenforschung, Helmholtz-Zentrum Geesthacht.

Beate Ratter studierte Geographie, Politologie und Ethnologie an den Universitäten Tübingen und Hamburg und promovierte zum Thema Globalisierung und Regionalkultur in Karibischen Inseln. Ihre Habilitation befasste sich mit der Komplexitätstheorie und dem adaptiven Ressourcenmanagement in Südontario, Kanada. Frau Ratter war Gastwissenschaftlerin an der McGill-Universität, Montreal/Kanada, und Gastprofessorin am Institut für Geographie und Angewandte Geoinformatik, Universität Salzburg/Österreich, an der Universidad Nacional, Sede San Andrés/Kolumbien und an der National Taiwan Normal University, Taipei/Taiwan. Sie arbeitete als Projektleiterin für den WWF zum Schutz des trilateralen Wattenmeers in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden. Von 2002 bis 2007 war sie Professorin für interkulturelle Studien am Geographischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und seit 2007 ist sie am Geographischen Institut der Universität Hamburg für Integrative Geographie zuständig. Sie ist Vizepräsidentin der International Small Island Studies Association (ISISA) und im Steering Committee der Study Group Islands, International Geographical Union (IGU).

Die Forschungsschwerpunkte von Beate Ratter liegen auf der Ressourcenanalyse, Regionalentwicklung und Managementstrategien in verschiedenen Regionalkulturen. Besondere Betonung erfährt dabei die Analyse von Wahrnehmung und Bewusstsein von Natur, Naturereignissen und Risiken in unterschiedlichen Regionalkulturen und deren Berücksichtigung sowie die Beteiligung der betroffenen Bevölkerung bei der Entwicklung angepasster nachhaltiger Managementkonzepte. Regionale Forschungserfahrung sammelte Beate Ratter in industrialisierten und nicht-industrialisierten Staaten, u.a. Kanada, Kolumbien, die Karibischen Inseln, Kuba, Guyana, Malediven, Taiwan und im europäischen Wattenmeerraum. Die aktuellen Forschungsschwerpunkte umfassen das integrierte Küstenzonenmanagement und die sozio-ökonomischen Aspekte des Klimawandels sowie Anpassungsstrategien und Risikomanagement in Küstenräumen und auf kleinen Inseln. Es geht darum, mit innovativen Forschungsansätzen Antworten auf Fragen der Widerstandsfähigkeit (Resilience), Verwundbarkeit (Vulnerability) und Adaptionsfähigkeit von Küstensystemen zu erarbeiten. Die Küstenzone als Interaktionsraum von Land, Küste und Meer umfasst dabei, variierend je nach Fragestellung, einen Raum, der das gesamte „Land-Wasser-Kontinuum“ einschließlich seiner gesellschaftlichen Komponenten betrachtet. Den Hintergrund bilden die fortschreitenden globalen Klimaveränderungen und die zunehmende wirtschaftliche und kulturelle Globalisierung.

Mitgliedschaften

  • Vizepräsidentin der ISISA (International Small Islands Studies Association)
  • Mitglied der Lenkungsgruppe der International Geographical Union (IGU) Study Group Islands
  • Mitglied der International Geographical Union (IGU) Study Group Geomorphology and Society
  • Mitglied des International Editorial Board: Journal of Geographical Research, eds. Department of Geography, National Taiwan Normal University, Taipei, Taiwan
  • sozialwissenschaftliche Küstenforschung
  • Klimawandel und Gesellschaft
  • Komplexitätstheorie
  • Mensch/Natur-Interaktion und Risikomanagement
  • Kulturrelevanz bei nachhaltiger Raumentwicklung

CLICCS – C3 - Sustainable Adaptation Scenarios for Coastal Systems

Cliccs Forschungsbereiche

Im Projekt „Sustainable Adaptation Scenarios for Coastal Systems“ werden regionale Aspekte der gesellschaftlichen Klimaanpassung untersucht. Sozial- und Naturwissenschaftler untersuchen unter anderem den Umgang mit Extremereignissen wie Sturmfluten und Stürmen auf kleinen Inseln und an der Küste.
Website CLICCS - C3

EXTREMENESS

Logo Extremeness

Extreme Nordseesturmfluten und mögliche Auswirkungen. Im Projekt wird das Zusammenspiel der einzelnen Faktoren wie Sturmflut, Stürme, Starkregen und andere Ergnisse untersucht. Ziel ist es herauszufinden, inwieweit außergewöhnliche, bisher nicht aufgetretene Konstellationen denkbar sind, die zu bisher nicht eingetretenen Sturmfluten mit entsprechenden Auswirkungen führen können.
Website EXTREMENESS

WAKOS - Wasser an den Küsten Ostfrieslands

Logo Wakos

Wasser und damit verbundene Naturgefahren stellen in der Projektregion wesentliche Herausforderungen dar, sowohl kurzfristig im Risikomanagement als auch langfristig in der Vorsorge bei der Anpassung an den Klimawandel. Dabei stellen Prozesse wie der zu erwartende Anstieg des mittleren Meeresspiegels, Sturmfluten, Starkregenereignisse, Entwässerung oder Grundwasserneubildung und Salzwasserintrusion entscheidende Faktoren dar, deren Kenntnis Voraussetzung ist, um entscheidungsrelevantes Wissen zum Klimawandel in der Region aufzubauen.
Website WAKOS

REKLIM Projekt klimafit

Reklim Logo

Das Projekt will mit dem entwickelten Bildungs- und Lernangebot die Teilnehmer der Kurse in ihrer Rolle als wichtige Multiplikatoren im kommunalen Klimaschutz und für den Wandel unserer Gesellschaft stärken und sie vernetzen. Es werden gezielt verschiedene Akteurs- und Wissensebenen sowie unterschiedliche Expertisen miteinander verknüpft. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Entscheidungs-, Partizipations-, Handlungs- und Gestaltungskompetenz in wichtigen Fragen zum Klimaschutz und Klimaanpassung.
Website REKLIM / klimafit