Sozioökonomie des Küstenraumes

Forschungsprojekte

SeaUseTip

Logo SeaUseTipp

Logo SeaUseTip (Grafik: Projekt SeaUseTip)

Die Nordsee ist eine der am intensivsten genutzten Meeresräumen der Welt. Neben der Fischerei spielen Energieerzeugung in Off-Shore-Windparks, Öl- und Gasförderung, Schifffahrt, Landwirtschaft und Tourismus eine wichtige Rollen. Die Konsequenzen des Klimawandels werden auch in der Nordsee spürbar. Plötzliche Änderungen in dem komplexen sozio-ökologischen System (SES) - sogenannte Tipping Points - können sehr gravierende Folgen für Mensch um Umwelt haben. Im SeaUseTip-Projekt werden die Vulnerabilitäten des sozial-ökologischen Systems analysiert und erstmals umfassend eingeschätzt am Beispiel der deutschen Nordsee. Die Analyse fokussiert auf die Veränderung der Zusammensetzung der Fischbestände und verfolgt kaskadierende Auswirkungen auf die wirtschaftlichen und sozio-kulturellen Dimensionen des Systems. Die Erkenntnisse werden einen wichtigen Beitrag für die Bewertung der Resilienz des gesamten Systems bieten, das vor tiefgreifenden ökologischen Veränderungen steht. Auf dieser Basis werden Strategien für ein nachhaltiges und ökosystembasiertes Management entwickelt. mehr


Land2Sea

Land2Sea Logo

Logo Land2Sea (Grafik: Projekt Land2Sea)

Land2Sea entwickelt einen integrierten Rahmen aus gekoppelten Modellen, um die kurz- und langfristigen Konsequenzen von Landnutzungs- und Klimaveränderungen auf die Bereitstellung von Ökosystemdienstleistungen in aquatischen Ökosystemen vorherzusagen. Als Stressoren dienen die Auswirkungen menschlicher Einflüsse auf terrestrische Systeme (Nährstoffe, Biozide), in Kopplung mit zukünftigen Auswirkungen des Klimawandels auf die Hydromorphologie in Flüssen. Diese Stressoren wirken sich auf diverse Elemente der Biodiversität in aquatischen Systemen aus – bspw. auf Ökosystemprozesse – und damit letztlich auch auf Ökosystemdienstleistungen, was wiederum unterschiedliche sozio-ökonomische Konsequenzen nach sich zieht. HZG ist für das Arbeitspaket „Konsequenzen veränderter Biodiversität und Ökosystemfunktion für Ökosystemdienstleistungen und wirtschaftliche, soziale und kulturelle Werte“ und eine Fallstudie in der Tide-Elbe verantwortlich. Das Projekt wird aus dem Belmont Forum Biodiversitäts-Call 2017 gefördert und läuft von 2018 bis 2021. mehr


CoastWise

Logo Meerwissen

Logo Meerwissen (Grafik: BMZ)

CoastWise leistet einen Beitrag zur verbesserten, integrierten Bewertung von Biotopen und Habitaten an der Schnittstelle zwischen Küste und Meer. Ziel des Projektes ist es, den gegenwärtigen Wissensstand zu verbessern, Kapazitäten zu entwickeln und neues Wissen so aufzubereiten, dass es in Planung und Management konstruktiv genutzt werden kann. Neben dem Einsatz von Drohnen oder der Nutzung künstlicher Intelligenz zur schnelleren Interpretation von Bildmaterial sollen vor allem auch kulturelle Werte erfasst und kartiert werden, die an Küste und Meer für die dort lebenden Menschen von Bedeutung sind. CoastWise ist eines von insgesamt sieben Projekten, die vom BMZ durch die GIZ-basierte MeerWissen-Initiative gefördert werden. Laufzeit: 2018-2020. mehr


COHERENT

Logo Coherent

Logo COHERENT (Grafik: Projekt Coherent)

COHERENT ist ein dänisches interdisziplinäres Forschungs- und Innovationsprojekt, das neue Erkenntnisse und Lösungen zur Integration von Katastrophenvorsorge und Klimaanpassung für ein besseres Risikomanagement in Küstengebieten Dänemarks entwickelt. Ziel von COHERENT ist die Erarbeitung eines integrierten Ansatzes für das Risikomanagement und eines neuen Modell- und Datensystems als Grundlage für das Management von Hochwasser aus dem Meer und von Abflüssen aus dem Einzugsgebiet. Das HZG ist als internationaler Partner aktiv und unterstützt COHERENT in den Bereichen Capacitiy Building, Stakeholder Participation sowie mit einem grenzüberschreitenden Methoden- und Wissenstransfer zwischen den Projekten EXTREMENESS und COHERENT. Finanziert wird das Projekt von dänischen Innovationfond. Laufzeit: 2017-2020 mehr


EXTREMENESS

Logo Extremeness

Logo EXTREMENESS (Grafik: Projekt Extremeness)

EXTREMENESS untersucht Faktoren, die zu extremen Sturmflut führen. Ziel ist es außergewöhnliche, bisher nicht aufgetretene Konstellationen zu denken, die zu bisher nicht eingetretenen Sturmfluten mit entsprechenden Auswirkungen führen können. Die Erkenntnisse sollen einen Beitrag zur anhaltenden Diskussion über Formen und Notwendigkeiten eines zukünftigen Küstenschutzes liefern. Die Abteilung unterstützt das Projekt mit einem Beitrag aus einer Bevölkerungsperspektive. mehr


REKLIM

REKLIM

Logo REKLIM (Grafik: Projekt Reklim)

Die Helmholtz-Klimainitiative REKLIM (Regionale Klimaänderungen) ist ein Verbund von neun Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft. REKLIM nutzt die in der HGF gebündelte Kompetenz für regionale Beobachtungs- und Prozessstudien (In-situ Beobachtungen, luftgestützte - und Satellitenbeobachtungen) in Kombination mit Modellsimulationen zur Verbesserung von regionalen und globalen Klimamodellen, die eine solide Basis für klimabezogene Entscheidungshilfen bieten sollen. mehr


Risikobewusstsein Klimawandel

Risikobewusstsein

Langzeitstudie Risikobewusstsein (Grafik: HZG)

Seit 2008 werden in einer Telephonumfrage jährlich jeweils ca. 500 Hamburger Bürgerinnen und Bürger um ihre Einschätzung zum Einfluss des Klimawandels auf ihr Leben sowie die Wahrscheinlichkeit des Eintretens
von Naturkatastrophen gebeten. Im Auftrag des Helmholtz-Zentrums Geesthacht führte auch 2019 das Forschungsinstitut forsa (Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analyse mbH) die Befragungen durch. mehr