Systemanalyse und Modellierung
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Hydrodynamik und Datenassimilation

Zur Einschätzung und Vorhersage des physikalischen Zustandes des Meeres werden aktuelle Messdaten und fortschrittliche numerische Zirkulations- und Wellenmodelle benutzt. Die Abteilung „Auswertung und Datenassimilation“ arbeitet an der Entwicklung solcher Modelle und Algorithmen für den küstennahen Bereich sowie an Methoden zur Datenassimilation.

Die Datenanalyse mit Hilfe moderner Techniken ist Voraussetzung, um Beobachtungen zu interpretieren und in numerische Modelle zu integrieren. Solche Beobachtungsdaten stammen z. B. von Küstenpegeln, Seegangsbojen, HF-Radarstationen, FerryBoxen sowie vertikalen Profilen vom ScanFish, von Glidern und Argo Driftern. Satellitendaten von Altimetern, MERIS, AVHRR und SAR vervollständigen das Beobachtungs- und Vorhersagesystem.

Der Schwerpunkt der Forschung liegt auf der synoptischen Beschreibung der Küstengewässer. Damit wird die Entwicklung kontinuierlich laufender Mess- und Modellsysteme und fortschrittlicher Überwachungsstrategien unterstützt. Die Bewertung der Beobachtungssysteme und ihre Verbesserung mit Hilfe adaptiver Probennahmen und Integration von Daten und Modellen ist die langfristige Strategie der Abteilung.

Die Leistungsfähigkeit von Datenassimilationssystemen zur Bestimmung der Verteilung von Schwebstoffen und anderen wichtigen biogeochemischen Stoffen wird erprobt. Diese beeinflussen in starkem Maße die Lichtverhältnisse und damit das Leben im Meer. Rechenmodelle, Datenmaterial sowie Produkte daraus (z.B. flächenhafte Darstellungen von Strömungen, Ausbreitung von Schadstoffen) können somit interessierten Nutzern aus Bereichen wie Küstenschutz, Schifffahrt usw. zur Verfügung gestellt werden.