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Deutsche Bucht -Bild: HZG/ESA-

Fernerkundung

Satelliten bieten einen umfassenden Überblick über Küstenregionen auf der ganzen Welt.

Die Abteilung für Fernerkundung analysiert Satellitendaten mit eigens entwickelten Methoden. Die Farbe des Ozeans dient dabei zur Bestimmung der optischen und biogeochemischen Eigenschaften des Meerwassers.

Hochpräzise und komplexe Messungen dieser optischen Eigenschaften werden sowohl im Labor als auch vor Ort parallel durchgeführt. Zu diesen Eigenschaften gehören Lichtabsorption und -streuung in verschiedenen Wasserarten. Diese direkt gemessene Information wird in optische Modelle und Messmethoden integriert, um die Analyse und Verarbeitung der Satellitendaten zu verbessern.

Um Strukturen in kleinem Maßstab im Wasser zu untersuchen, werden darüber hinaus Fernerkundungsdaten gesammelt, die von Flugzeugen gesammelt werden, z.B. mit einem Zeppelin.

Durch Vergleich von direkt erhaltenen Daten mit Satellitendaten können dann aus den Satellitendaten selbst die gewünschten Meßgrößen ermittelt werden. Dazu gehören die Streuung und Absorption von Sonnenlicht in Wasser, die Transparenz des Wassers oder die Bestimmung der Konzentration von Phytoplankton, gelber Substanz und Schwebstoffen im Wasser. Jede Änderung dieser Größen kann in den Veränderungen der Farbe des Ozeans gesehen werden.

Diese Analysemethoden werden insbesondere von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) genutzt. Sie ermöglichen Wissenschaftlern, wichtige Umweltinformationen über die Küstenregionen zu erhalten. Die Daten liefern beispielsweise Informationen zum Auftreten von Algenblüten, die aufgrund des Klimawandels mehr oder weniger häufig auftreten können.

Satellitendaten aus mehreren Jahrzehnten sind nunmehr verfügbar und können hinsichtlich natürlicher und anthropogener Ursachen des Klimawandels ausgewertet werden. Zukünftige Satellitenmissionen werden diese Daten weiterhin ergänzen.