Institut für Küstenforschung
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Nordseesturmfluten im Klimawandel- GKSS Wissenschaftler fassen aktuellen Forschungsstand zusammen.

Das Norddeutsches Klimabüro bereitet aktuelle Forschungsergebnisse allgemeinverständlich auf:

Bisher hat sich der vom Menschen verursachte Klimawandel kaum auf die Nordseesturmfluten ausgewirkt. Künftig können sie jedoch höher auflaufen. Bis 2030 ist der derzeitige Küstenschutz an der Nordsee fast genauso wirksam wie heute. Bis Ende des Jahrhunderts kann jedoch Handlungsbedarf entstehen, denn bis dahin können Sturmfluten drei bis 11 Dezimeter höher auflaufen als heute.
Wie sich küstennahe Prozesse, wie zum Beispiel Gezeiten, Sedimentation und wasserbauliche Maßnahmen, auf Wasserstände in der Deutschen Bucht auswirken können, muss künftig noch erforscht werden. mehr

Der Meteorologe Oliver Krüger promoviert am Institut für Küstenforschung.

Sturmforschung in Übersee

Oliver Krüger ist Meteorologe am Institut für Küstenforschung. Im Rahmen seiner Doktorarbeit untersucht er die Verlässlichkeit von Proxy-Daten bei der Erforschung des vergangenen Wind- und Sturmklimas. In diesem Bereich der Klimaforschung sind Proxies in erster Linie Daten von Luftdruckmessungen die Rückschlüsse auf Windstärken zulassen. Der Übersee-Club Hamburg e.V. hat Oliver Krüger für ein Auslandsstipendium ausgezeichnet. Von Juni bis Oktober wird er am Pacific Climate Impact Consortium in Victoria, Kanada, an seiner Forschungsfrage weiter arbeiten. mehr

Dr. Volker Matthias vom Institut für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht

Ausbruch des Grimsvötn/Island

Gut ein Jahr nach dem Ausbruch des Eyjafjallajökull Vulkans ist erneut ein Vulkan auf Island ausgebrochen. Durch die Eruption des Grimsvötn wurden große Aschemengen in die Atmosphäre geschleudert. Welche Folgen die Aschewolke für Mitteleuropa hat, hängt vor allem von der Windrichtung ab. Sehr wahrscheinlich werden nur Teile der Asche in Richtung Mitteleuropa transportiert. Daher ist derzeit nicht zu erwarten, dass es zu ausgedehnten lang anhaltenden Flugverboten wie im April 2010 kommen wird. Bisher stockt der Flugverkehr in Großbritannien, Skandinavien und Norddeutschland. mehr

Riesenwellen im Mittelmeer ?

Nach Agenturmeldungen befand sich das unter zyprischer Flagge fahrende etwa 207 m lange Kreuzfahrtschiff „Louis Majesty“ am 03. März 2010 auf der Fahrt von Barcelona nach Genua, als es gegen etwa 16:30 Uhr etwa 24 Meilen nordöstlich von Capo San Stefano von drei massiven Wellen getroffen und schwer beschädigt wurde. Zum Zeitpunkt des Unglücks betrug die durchschnittliche Wellenhöhe nach Pressemeldungen etwa 3 m. Angaben zur Höhe der das Schiff beschädigenden Wellen schwanken je nach Quelle zwischen etwa 8 m und 10 m. Nach Angaben der Reederei und verbreiteter Pressemeldungen handelte es sich bei diesen Wellen um so genannte Monster- oder Riesenwellen. mehr

Die Abbildung zeigt die sprunghafte Verschiebung der gemeinsamen Variable PC1 zwischen 1987 und 1988.

Auswirkungen von Klimaschwankungen auf das Ökosystem in der Deutschen Bucht – Eine statistische Analyse

Um herauszufinden, ob sich das Ökosystem der deutschen Bucht in den letzten Jahrzehnten verändert hat und welche Ursachen dafür verantwortlich sind, haben Wissenschaftler des GKSS für den Zeitraum von 1975 bis 2004 Statistische Modelle mit verschiedenen abiotischen( z.B Temperatur, Luftdruck) und biotischen (z.B. Plankton) Daten betrieben. Alle diese Daten werden auf eine einzige gemeinsame Variable (PC1) reduziert, die das wichtigste Muster innerhalb des Datensatzes widerspiegelt. Die Ergebnisse der statistischen Analyse (Principal Component Analysis) zeigen eine sprunghafte Verschiebung der meisten biogeochemischen und klimatischen Variablen in der Zeit um 1987/88 in der deutschen Bucht auf. mehr

Stickstoff im Mittelmeer Wasserproben

Stickstoff im Mittelmeer

Welchen Einfluss hat der Eintrag von Stickoxiden aus den dicht besiedelten Küstengebieten auf den Nährstoffkreislauf im Mittelmeer? Wissenschaftler des Instituts für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht, der Universität Hamburg und der Universität Heraklion (Kreta) sind dieser Frage nachgegangen. Mit dem Einsatz neuer Messverfahren konnten sie die Wege des Stickstoffs im Nährstoffkreislauf des Mittelmeers nachzeichnen und dessen Quellen ermitteln. mehr

Industriepark an der Schelde bei Antwerpen

Neue Polyfluorierte Verbindungen (PFCs) im Rhein und der Nordsee

Polyfluorierte organische Verbindungen (PFCs) sind Industriechemikalien, welche aufgrund ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften vielfältig in Konsumgütern (z.B. Beschichtung von Papier, Leder und Textilien), in der Polymerindustrie und in Feuerlöschschäumen Verwendung finden.
In einer aktuellen Studie des GKSS Forschungszentrums wurden PFCs in Oberflächenwasser entlang des Rheins und in der niederländischen Nordsee untersucht. Dabei zeigte sich eine Dominanz von „neuen“, kurzkettigen PFCs, welche seit einiger Zeit als Ersatzstoffe für langkettige PFCs eingesetzt werden, da ihre Produktion aufgrund des Gefährdungspotentials für die Umwelt in der EU stark eingeschränkt werden musste. mehr

Luftschadstoffe aus Schiffsemissionen im Nordseeraum

Schiffsabgase leisten inzwischen einen erheblichen Beitrag zur Luftverschmutzung in küstennahen Gebieten. Dabei spielen nicht nur die direkten Emissionen von Gasen und Partikeln eine Rolle, Schwefel- und Stickoxide tragen auch wesentlich zur Sekundärpartikelbildung bei und können dadurch die Feinstaubkonzentrationen viele hundert Kilometer landeinwärts noch deutlich erhöhen. GKSS-Wissenschaftler untersuchten in einer Modellstudie wie hoch dieser Beitrag sein kann. Sie stellten auch fest, dass die seit Ende 2007 geltenden Bestimmungen zur Verminderung des Schwefelgehaltes in Schiffskraftstoffen zu einer wesentlichen Minderung der Luftbelastung durch Sekundärpartikel führt. mehr

Oft zitierter Artikel

Der Artikel Annika Jahnke, Lutz Ahrens, Ralf Ebinghaus, and Christian Temme: "Urban versus Remote Air Concentrations of Fluorotelomer Alcohols and Other Polyfluorinated Alkyl Substances in Germany", erschienen in Environmental Science & Technology, ist auf der ACS Publications Website als einer der meist zitierten Artikel dieser Zeitschrift aus dem Jahr 2007 aufgeführt.
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Juniorprofessur mit der Universität Lüneburg um drei Jahre verlängert

Die gemeinsame Berufung der Leuphana Universität Lüneburg und dem GKSS-Forschungszentrum von Veronika Hellwig wurde nach einer positiven Zwischenevaluation um weitere drei Jahre verlängert. Die Juniorprofessur für Ökologische Chemie ist in der Fakultät Umwelt und Technik der Leuphna Universität Lüneburg angesiedelt und läuft seit 2006. Am GKSS-Forschungszentrum beschäftigt sich ihre Arbeitsgruppe "Analyse schadstoff-induzierter Proteinexpression" mit Methoden zur Erfassung von schadstoffbedingten Veränderungen in marinen Organismen. Im Fokus stehen derzeit, in Zusammenarbeit mit dem Forschungs- und Technologiezentrum Büsum, Blut- und Gewebeproben von Seehunden der Nordsee. mehr

Deliang Chen (International Council for Science - ICSU), eingeladener Sprecher der Eröffnungsveranstaltung.

Internationale Küstenkonferenz in Yantai, China eröffnet

Heute eröffneten in Yantai, China Wissenschaftler des Institutes für Küstenforschung vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht den internationalen Kongress „Verwundbarkeit von Küsten und Nachhaltigkeit zur Unterstützung von Anpassung an den globalen Wandel“. mehr

Die Biologin Dr. Kirstin Dähnke leitet die neue Nachwuchsgruppe am Institut für Küstenforschung

Nachwuchsforscher an der Küste

Die neue Helmholtz-Nachwuchsgruppe am Institut für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht unter der Leitung von Dr. Kirstin Dähnke untersucht den Stickstoffkreislauf in flachen Küstenmeeren und Flussmündungen. mehr

Stanley Jackson Award für GKSS-Wissenschaftler

Der Stanley Jackson Award "for the best published paper contributing to atmospheric and oceanic sciences in South Africa during 2009" wurde in diesem Jahr an E.-G. Brunke, C. Labuschagne, R. Ebinghaus, H. H. Kock, and F. Slemr verliehen. Ihr Paper mit dem Titel "Gaseous elemental mercury depletion events observed at Cape Point during 2007–2008" ist in der Zeitschrift "Atmospheric Chemistry and Physics" erschienen.

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istock

UN-Bericht zur Quecksilberbelastung in der Umwelt

Die Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen (UN-ECE) hat im August 2011 den Bericht „Hemispheric Transport of Air Pollution 2010“ zur Ausbreitung von Schadstoffen über die Atmosphäre veröffentlicht. Prof. Dr. Ralf Ebinghaus vom Institut für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht hat als Leitautor das Kapitel zum weltweiten Stand des Wissens über Beobachtungen und Messungen von Quecksilber verfasst. mehr

Lange Nacht der Volkshochschulen, Geesthacht

Am Freitag, 20. September 2019 öffnet die VHS Geesthacht ihre Türen zur Langen Nacht der Volkshochschulen. Von 18 Uhr bis 23 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher eine bunte Auswahl an Kurzveranstaltungen quer durch das VHS-Programm; umrahmt von viel Musik, Snacks und Gelegenheit zum Austausch.
Ort: Volkshochschule Geesthacht
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„Our Climate - Our Future: Regional Perspectives on a Global Challenge“

The Helmholtz Climate Initiative „Regional Climate Change“ (REKLIM) takes the pleasure to welcome you to the 2nd International Conference „Our Climate - Our Future: Regional Perspectives on a Global Challenge“ which will be held from 23rd to 25th September 2019 in Berlin, Germany.

Ort: Berlin, Germany
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Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit, Kiel

Auf dem Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit wird auf der Ländermeile, auf der Wiese des GEOMAR an der Kiellinie, traditionell eine Ausstellung zum Thema Küsten- und Meeresforschung gezeigt. Diese wird gemeinsam vom Exzellenzcluster Future Ocean, dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht und dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel ausgerichtet.
Ort: Kiel
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Forschung erleben - Schwerpunkt "Küstenforschung"

Sie möchten einmal hinter die Kulissen der Material- und Küstenforschung in Geesthacht schauen? Wir laden Sie herzlich zu unserer Veranstaltungsreihe „Forschung erleben“ ein, dieses Mal zum Schwerpunkt "Küstenforschung".
Ort: Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Max-Planck-Str. 1
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Datenmanager (m/w/d) im HCDC zur Zusammenarbeit mit der Deutschen Allianz für Meeresforschung (DAM)

Datum 27.06.2019
Institut Institut für Küstenforschung
Standort Geesthacht

In unserem Institut für Küstenforschung suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt - befristet bis 31.12.2020 (vorbehaltlich der Mittelfreigabe) - einen Datenmanager (m/w/d) im HCDC zur Zusammenarbeit mit der Deutschen Allianz für Meeresforschung (DAM). Der Arbeitsort ist Geesthacht. mehr


Blog Kuestenforschung

In unserem Weblog berichten wir aus unserem Arbeitsalltag. Von Messkampagnen, Veranstaltungen, Stellenangeboten, Mitarbeiter/innen, Publikationen, Kooperationen ... und mehr.

Wenn Sie wissen wollen, was hinter der Küstenforschung steckt. Wir laden Sie ein, uns durch unseren Alltag zu begleiten - er ist alles andere als Routine!

==> Weblog Küstenforschung

ESKP Screenshot

ESKP (Earth System Knowledge Platform) ist die Wissensplattform des Forschungsbereichs "Erde und Umwelt" der Helmholtz-Gemeinschaft und wird von acht Helmholtz-Zentren getragen.

Die Website eskp.de vermittelt anschaulich und verständlich Wissen zu den zentralen Themen Naturgefahren, Klimawandel, Schadstoffe und Auswirkungen der Energiewende auf die Umwelt in Form von wissenschaftlichen Artikeln, Interviews, Video-Clips, Science-GIFs, Infografiken und mehr. Durch die Bandbreite der Expertise im Forschungsbereich "Erde und Umwelt" können komplexe Themen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und gesamtheitlich dargestellt werden.

==> Beiträge des Helmholtz-Zentrums Geesthacht auf der Wissensplattform ESKP