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Unternehmen Wellenradar

Stephan Sedlacek vom Institut für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht entwickelt ein offshore-taugliches Radarsystem (4SEAS) zur Bestimmung von Seegang und Wasserstand. Bisher wurden für diesen Zweck Messbojen eingesetzt. Das 4SEAS Projekt ist eines von vier Ausgründungsvorhaben, die von der Helmholtz-Gemeinschaft zur Förderung ausgewählt wurden. In der Startphase unterstützt die Fördermaßnahme „Helmholtz Enterprise“ die Projekte mit jeweils 100.000 Euro.

Bild eines Wellenradars vor Sylt.

Das neu entwickelte Radarsystem kann Wellen von unter einem Meter Höhe auch nahe an Bauwerken erfassen und ist deshalb besonders geeignet, um zum Beispiel ein sicheres Übersetzen aus kleinen Booten auf Off-Shore Windkraftwerke zu unterstützen. Gegenüber den bislang verwendeten Messbojen arbeitet ein solches System genauer. Es ist sehr robust gebaut und sogar bei Eisgang einsetzbar. Bisher steht ein vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie betriebener Prototyp auf der Forschungsplattform Fino1 in der Deutschen Bucht.

Stephan Sedlacek aus der Abteilung Radarhydrographie ist Gründer des auserwählten Start-Ups. Der Ozeanograph wird sich neben der Fertigstellung seiner Doktorarbeit um den Aufbau des Unternehmens kümmern. Unterstützt und beraten wird Sedlacek durch Dr. Friedwart Ziemer, Abteilungsleiter und Ansprechpartner am Institut für Küstenforschung.

Die technische Entwicklung des Radarsystems basiert auf einem Prototyp, der vom dem Bundesamt für Gewässerkunde in Koblenz entwickelt und unter anderem vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie validiert wurde. Langfristig sollen unter der Beratung von Friedwart Ziemer und Stephan Sedlacek weitere Anwendungen zum Erfassen der Wellenrichtung und zur Installation auf Schiffen entwickelt werden.

Weitere Informationen

Zur Abteilung Radarhydrographie am Institut für Küstenforschung Zur Forschungsplattform Fino 1

Kontakt

Stephan Sedlacek

Tel: 04152-87-1899

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