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Internationale Küstenkonferenz in Yantai, China eröffnet

Heute eröffneten in Yantai, China Wissenschaftler des Institutes für Küstenforschung vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht den internationalen Kongress „Verwundbarkeit von Küsten und Nachhaltigkeit zur Unterstützung von Anpassung an den globalen Wandel“.

Deliang Chen (International Council for Science - ICSU), eingeladener Sprecher der Eröffnungsveranstaltung.

Vom 12. – 15. September treffen sich in der chinesischen Millionenmetropole Yantai am Gelben Meer 350 Wissenschaftler aus 35 Ländern. Im Zentrum dieses wissenschaftlichen Austausches stehen globale Probleme in dicht besiedelten Küstenregionen: Meeresspiegelanstieg, klimatische Veränderungen, die Verschlechterung der Wasserqualität als Folge zunehmender Überdüngung, Urbanisierung und Tourismus.

Küstenzonen sind empfindliche Schnittstellen zwischen Land, Meer und Atmosphäre. An den Küsten konzentrieren sich heute weltweit mehr als 40% der globalen Bevölkerung. Sie sind der Raum, in dem wir uns erholen, arbeiten und wohnen. Küsten stehen unter permanentem Druck natürlicher, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Prozesse.

Küstennutzer, Küstenmanager und Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt treffen in Yantai mit international anerkannten Experten zusammen. Im Rahmen der Konferenz können sie sich über die Wechselwirkungen zwischen Land und Meer und deren Auswirkungen auf Natur und Menschen informieren und austauschen. Natur- und Sozialwissenschaftler bringen Ihre aktuellen Forschungsergebnisse ein, um Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft für ein integriertes nachhaltiges Küstenmanagement zu mobilisieren. Denn die verschiedenen Nutzungsinteressen in Küstenregionen erfordern interdisziplinäre Zusammenarbeit. Nur so können neue Forschungsansätze und -konzepte für eine nachhaltige Entwicklung entstehen. Konkret heißt das: Werkzeuge, Analysen und Szenarien zu entwickeln, die ein langfristiges und verantwortungsvolles Management dieses empfindlichen Mensch-Natur Systems gewährleisten.

Organisiert wird der Kongress durch das am Helmholtz-Zentrum Geestacht angesiedelte Forschungsprojekt „Land-Ocean Interactions in the Coastal Zone“ (LOICZ) und dem Yantai Institut für Küstenforschung (YIC) in Kooperation mit der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS). Im Rahmen von LOICZ forschen und arbeiten weltweit Wissenschaftler um die Veränderungen an den Küsten und gesellschaftliche Konsequenzen besser zu verstehen. Nur mit diesem ganzheitlichen Wissen und der engen Zusammenarbeit ist es möglich, gemeinsam mit Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltige Nutzungsstrategien für unsere Küsten zu entwickeln.

Kontakt

Dr. Hartwig Kremer

Tel: +49-(0)4152/87-1530

E-Mail Kontakt

Weitere Informationen

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