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Klimaanpassung kennt keine Grenzen

Ein internationaler Erfahrungs- und Ideenaustausch zum Thema „Anpassung an den Klimawandel auf regionaler Ebene“ fand gestern in der Hamburger Speicherstadt statt. Eingeladen vom Internationalen BALTEX Sekretariat mit Sitz am Helmholtz-Zentrum Geesthacht und der Stadt Hamburg als Vertreterin der „Baltic Sea States Subregional Cooperation“ (BSSSC), einer Interessengemeinschaft regionaler Entscheidungsträger im Ostseeraum, haben Wissenschaftler und Regionalplaner aus verschiedenen Ostseeanrainerstaaten Ihre Erfahrungen und Ideen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels im Ostseeraum ausgetauscht.

Die Organisatoren und Gastgeber der Konferenz (v.r.n.l.): Dr. Marcus Reckermann (BALTEX), Stephanie Titzck und Birgit Küstner (beide Senatskanzlei, Stadt Hamburg), Dr. Grit Martinez (Ecologic Institut, Berlin), Prof. Hans von Storch (Helmholtz-Zentrum Geesthacht) und Stefan Herms (Leiter des Staatsamts, Stadt Hamburg).

Ein straffes Programm für einen Konferenztag, an dem sich alles um den regionalen Klimawandel und nachhaltige Entwicklung im Ostseeraum drehte: Die wissenschaftlichen Grundlagen, der Informationsaustausch zwischen Forschung, Öffentlichkeit und der regionalen Politik sowie Fallbeispiele aus der Praxis der Regionalplanung wurden vorgestellt und lebhaft diskutiert. Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion, an der neben Stefan Herms vom Staatsamt der Stadt Hamburg und Prof. Hans von Storch als Klimawissenschaftler vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht zwei Regionalplaner aus Kopenhagen und Göteborg teilnahmen.

„Das Konzept der Tagung ist aufgegangen“, so Dr. Marcus Reckermann vom BALTEX Sekretariat. „Wir haben es geschafft, Wissenschaftler, Regionalplaner und Entscheidungsträger aus der Politik an einen Tisch zu bringen - und das grenzübergreifend.“
„Eine verstärkte Vernetzung von Regionalplanern untereinander und eine verbesserte Kommunikation zwischen der Wissenschaft und den Planern sind machbare Herausforderungen für die Zukunft, ebenso wie das Erkennen von Chancen für die Regionalplanung, die in intelligenten Anpassungsstrategien liegen können“, so Reckermann.

Ulf Moback von der Gothenburg Climate Group (Schweden) stellt Göteborgs Anpassungsstrategie vor.

Eine im Vorfeld von den Veranstaltern verfasste „Hamburg Declaration“ zur Anpassung an den Klimawandel soll Grundlage sein für die Erarbeitung zukünftiger Anpassungsstrategien, und dazu ermutigen, Wissen und Erfahrungen grenzübergreifend zu nutzen und weiterzugeben. Dieser internationale und transdisziplinäre Netzwerkgedanke ist auch Basis der Klimapolitik der Stadt Hamburg als Gastgeber der Konferenz.

Etwa 80 Teilnehmer aus verschiedenen Ostsee-Anrainerstaaten nahmen an der eintägigen Konferenz teil, die vom Internationalen BALTEX Sekretariat und der Stadt Hamburg in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende der „Baltic Sea States Subregional Cooperation“ (BSSSC)“, der Interessengemeinschaft regionaler Entscheidungsträger im Ostseeraum, organisiert wurde.

Kontakt

Dr. Marcus Reckermann

Tel: +49-4152-87-1693

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