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Ausgezeichnete Küstenforschung

Die Küstenforscherin Dr. Annekatrin Dreyer wird für ihre herausragende Publikation ausgezeichnet

Wie gelangen Schadstoffe aus unseren Wohnzimmern in die Arktis? Dieser Frage gehen Wissenschaftler vom Institut für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht nach. Dr. Annekatrin Dreyer interessiert sich für einen speziellen Teil der Transportwege von Schadstoffen. Für ihre Doktorarbeit untersuchte sie, welche Rolle Niederschläge für das Einbringen so genannter polyfluorierter organischer Verbindungen aus der Luft in die Umwelt spielen. Jetzt wurde sie mit dem „SETAC Europe Best Publication Award in Chemical Analysis and Environmental Monitoring“ 2011 für ihre herausragende Veröffentlichung ausgezeichnet.

Dr. Annekatrin Dreyer hat am Institut für Küstenforschung promoviert.

Schadstoffe werden auf unterschiedlichen Wegen in der Umwelt transportiert. In der Nahrungskette werden sie weitergegeben und mit den Flüssen gelangen sie ins Meer. Dr. Annekatrin Dreyer hatte während ihrer Doktorarbeit am Institut für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht eine bestimmte Gruppe von Schadstoffen im Visier. Die so genannten polyfluorierten organischen Verbindungen (PFCs).

PFCs werden unter anderem bei Produktion und Gebrauch von imprägnierten Textilien wie Regenjacken oder Lebensmittelverpackungen frei und gelangen so in die Umwelt. Die Verbindungen sind giftig, werden kaum biochemisch abgebaut und reichern sich nachweislich in hohen Konzentrationen in Lebewesen an.

Die weltweite Verbreitung von PFCs über die Atmosphäre wurde in früheren Studien bereits gezeigt. Inwieweit PFCs mit dem Niederschlag aus der Atmosphäre in die Umwelt gelangen untersuchte Annekatrin Dreyer in ihrer Doktorarbeit. Dafür wurden erstmalig parallel Luftproben und Niederschlagsproben über einen Zeitraum von 7 Monaten genommen und PFCs darin analysiert.

Das Vorkommen von PFCs in der Atmosphäre und in Niederschlag wurde mit der Analyse bestätigt. Niederschlag ist also ein wichtiger Austragspfad für atmosphärisch transportierte PFCs. Die Zusammenhänge sind jedoch sehr komplex. Detaillierte Informationen über Quellen der PFCs und Niederschlagsereignisse sind notwendig um das Bild weiter zu verfeinern.

Ihre Ergebnisse hat Annekatrin Dreyer in der Zeitschrift „Environmental Pollution“ veröffentlicht. Dafür wurde sie von der Society of Environmental Toxicology and Chemistry (SETAC) jetzt mit dem „Best Publication Award in Chemical Analysis and Environmental Monitoring“ 2011 ausgezeichnet.

Die Auszeichnung wurde Annekatrin Dreyer auf dem 21. SETAC Europe Annual Meeting in Mailand überreicht. Die studierte Geoökologin arbeitet seit August 2010 als Niederlassungsleiterin für den Bereich Air Monitoring bei der Eurofins GfA GmbH.

Kontakt

Dr. Annekatrin Dreyer

Tel: +49 (0)40 69709655

E-Mail Kontakt

Prof. Dr. Ralf Ebinghaus

Tel: +49 (0)4152 87-2354

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Weitere Informationen

Zur ausgezeichneten Publikation: Wet deposition of poly- and perfluorinated compounds in Northern Germany