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Neue Publikation zur Quecksilberverteilung in der Tropopausenregion (obere Troposphäre/unterStratosphäre)

Unter der Federführung von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Chemie (Mainz) und des Küstenforschungsinstituts der GKSS hat ein internationales Forscherteam erstmalig Daten zur Quecksilberverteilung und ihrer zeitlichen Variabilität in der Tropopausenregion veröffentlicht. Im Rahmen des Projekts „CARIBIC“ (Civil Aircraft for Regular Investigation of the Atmosphere Based on an Instrumented Container) werden über einen 10-Jahreszeitraum monatlich Interkontinentalflüge der Lufthansa mit einem Messgerätecontainer bestückt, dessen Ausstattung die Messung von mehr als 50 Parametern während regulärer Passagierflüge ermöglicht.

Die jetzt publizierten Daten basieren auf sieben Flügen der Route Frankfurt – São Paulo – Santiago de Chile, sowie 12 weiteren von Frankfurt – Guangzhou – Manila und zurück und gewähren einen erstmaligen Einblick in die saisonale Verteilung des atmosphärischen Quecksilbers in der Region Obere Troposphäre / Untere Stratosphäre (UT/LS) beider Hemisphären.
Es wird gezeigt, dass die Biomasseverbrennung (z.B. Waldbrände) einen bislang deutlich unterschätzten Einfluss auf die Quecksilberkonzentrationen in der südlichen Hemisphäre haben.

Eine ganze Reihe von Abluftfahnen konnten identifiziert werden, von denen die meisten Anhand ihres charakteristischen Hg/CO Verhältnisses bestimmten Quellen zugeordnet werden konnten. Das relative Verhältnis von Quecksilber zu Kohlenmonoxid mit gleichzeitig gemessenen Acetonitril-Konzentrationen deutet auf gemischte Quellen hin, wie sie für asiatische Emissionen und Biomasseverbrennung typisch sind. Mit dieser Methode konnte anhand der Messungen über der chinesischen Provinz Szezchuan gezeigt werden, dass das südliche China eine bedeutende Emissionsquelle für Quecksilber in der Atmosphäre ist.

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Abstract CARIBIC Homepage