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Helmholtz-Tag: Auf den Spuren eines Universalgelehrten

Am 20. November ist Helmholtz-Tag in Geesthacht und weiteren Orten. An diesem Tag organisieren die 25 Schülerlabore der Helmholtz-Gemeinschaft ein neues Veranstaltungsformat, das Hermann von Helmholtz gewidmet ist. Der Namenspatron der Helmholtz-Gemeinschaft war einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler des 19. Jahrhunderts. Schülerinnen und Schüler erhalten heute einen Einblick in seine Forschungsarbeiten und dürfen selbst in den Laboren experimentieren.

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Die 10. Klasse des Trittauer Gymnasiums verbrachte den ersten Helmholtz-Tag im Schülerlabor Quantensprung in Geesthacht.

„Es kommt darauf an, die richtigen Fragen zu stellen.“ Unter diesem Motto erforschte Hermann von Helmholtz, einer der letzten großen Universalgelehrten, zum Beispiel Phänomene der Optik, Akustik, Geologie, Meteorologie und Wärmelehre. Der von ihm entwickelte Augenspiegel zur Untersuchung der Netzhaut ist heute noch im Einsatz. Sein Energieerhaltungssatz „Energie geht nicht verloren“ ist fester Bestandteil des heutigen Physikunterrichts.

Auch das Schülerlabor Quantensprung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht möchte Jugendliche anregen, die richtigen Fragen zu stellen - ganz wie Helmholtz es tat. Deshalb dreht sich heute alles um die Frage: Was ist Strom? Mithilfe von unterschiedlichen Experimenten lernen die Schüler eines Trittauer Gymnasiums im Schülerlabor ganz praktisch, was Hermann von Helmholtz bereits im Jahr 1847 in seinem Energieerhaltungssatz formulierte: „Energie geht nicht verloren, sondern kann nur von einer Form in eine andere Form umgewandelt werden.“

Hermann von Helmholtz war der festen Überzeugung, dass Wissen in die Anwendung muss. Davon leitet sich die Mission der Helmholtz Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren ab.
Ganz bewusst haben die 18 Forschungszentren Hermann von Helmholtz zu ihrem Namenspatron gemacht.
Mit rund 33.000 Mitarbeitern ist die Helmholtz-Gemeinschaft die größte Forschungsorganisation Deutschlands.
Sie leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr.

In Geesthacht wandelten die Schüler unter Anleitung von Schülerlabor-Leiter Michael Buchsteiner Strom in Wasserstoff und später wieder Wasserstoff in elektrischen Strom um. Anschließend zogen sie ein positives Fazit für den ersten Helmholtz-Tag: „Wieder was gelernt: Energie kann gar nicht erzeugt oder verbraucht werden.“