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Zukunft erforschen: Helmholtz-Forscher luden zur Tagung in den Kieler Landtag

Am Mittsommerabend lud das Helmholtz-Zentrum Geesthacht zur Jahrestagung 2012 in den Schleswig-Holsteinischen Landtag. Die Wissenschaftler präsentierten ihre Forschung den rund 200 geladenen Gästen. Als Vertreter des Bundes sprach Ministerialdirigent Wilfried Kraus; vom Land Schleswig-Holstein überbrachte der neue Staatssekretär Rolf Fischer die Grüße der Bildungsministerin.

Mit Blick auf die Förde: Die Helmholtz-Forscher aus Geesthacht im Kieler Landtag

Mit Blick auf die Förde: Die Helmholtz-Forscher aus Geesthacht im Kieler Landtag

"In diesem Jahr gibt es eine Jahrestagung mit Aussicht", kommentierte der Aufsichtsratsvorsitzende des HZG, der Ministerialdirigent Wilfried Kraus den Auftakt und das besondere Ambiente des Plenarsaals im Kieler Landtag. "Als Vertreter des Bundesministeriums freue ich mich darüber, dass das Helmholtz-Zentrum wissenschaftlich sehr gut aufgestellt ist. " In seinem Grußwort ging Kraus weiterhin auf das Berlin-Brandenburger Zentrum für Regenerative Therapien, die Kooperationen zwischen dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht und dem Hamburger Klimacampus sowie die gute Positionierung im Rahmen der programmorientierten Förderung durch die Helmholtz-Gemeinschaft ein.

Staatssekretär Rolf Fischer, Schleswig-Holstein, versprach in seinem Grußwort, dass die neue Wissenschaftsministerin Waltraut Wende, als ihren ersten Termin einen Besuch im Forschungszentrum in Geesthacht wahrnehmen wird. "Es geht darum, die norddeutschen Wissenschaftskooperationen weiter zu stärken", so Fischer weiter. "Mit dem Helmholtz-Zenrum Geesthacht - als größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung - besitzt das Land Schleswig-Holstein großes Potenzial in der bundesweiten und internationalen Wissenschaftslandschaft."

Anschließend stellte Küstenforscher Dr. Ralf Weiße des Helmholtz-Zentrums Geesthacht die Datenbank Coastdat in einem Vortrag vor. Das Projekt Coastdat ist eine Kompilation von Küstenwetteranalysen und Klimawandelszenarien , die für die Zukunft Nordeuropas von großer Bedeutung sind. Es werden langfristige Veränderungen unter anderem im Wind-, Wellen- und Sturmflutklima erörtert und in die Zukunft projiziert. Zu den Nutzungen zählen zum Beispiel Anwendungen im Schiffbau, die Modellierung und Einschätzung von Ölverschmutzungsrisiken sowie der Bau und Betrieb von Offshore-Windparks.

Prof. Dr. Karen Wiltshire, Mitglied des Direktoriums des Alfred-Wegner-Instituts (AWI) in Bremerhaven ging auf die enge Kooperation, die zwischen dem Geesthachter Institut für Küstenforschung und dem AWI besteht ein. "Es gibt Hot Topics, an denen wir weiterhin gemeinsam arbeiten und forschen werden. Dazu zählen besonders die durch den Klimawandel veränderten Öko- und Küstensysteme und die notwendigen Anpassungsstrategien."

Beendet wurde die offizielle Veranstaltung mit einem anschaulichen Überblick, den der Wissenschaftliche Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums Geesthacht Prof. Dr. Wolfgang Kaysser über die Material- und Küstenforschung seiner Einrichung bot. Dabei orientierte sich Kaysser an Forderungen von Kieler Bürgern, die in einem Film gezeigt wurden. "Was erwarten Sie von der Wissenschaft?" So lautete die Frage, die den Kielern gestellt wurde.