Institut für Küstenforschung
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MOSES (Modular Observation Solutions for Earth Systems) ist eine Forschungsinitiative von neun Helmholtz-Forschungszentren aus dem Forschungsbereich „Erde und Umwelt“. Das Verbundprojekt MOSES wird am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig koordiniert. In MOSES wird ein mobil und flexibel einsatzfähiges Messsystem entwickelt, das darauf ausgerichtet ist, hochdynamische Ereignisse wie beispielsweise Starkregen und Hochwasser oder Hitzewellen und Dürren zu erfassen.

MOSES untersucht die Auswirkung solcher Extremereignisse vor dem Hintergrund langfristiger Trends. Die Messsysteme werden für die Untersuchungen flexibel und mobil zu Modulen kombiniert. Mit einem Wissenschaftsbereiche übergreifenden Ansatz (Boden, Wasser, Luft) werden in den MOSES-Modulen Zustandsgrößen sowie Stoff- und Energieflüsse gemessen. Dazu gehört die Erfassung von Prozessen in den Bereichen Energie, Wasser, Nährstoffe und klimarelevante Gase. Das Verbundprojekt integriert dabei Beobachtungen in der Atmosphäre, an der Landoberfläche, in Küstengebieten, im Ozean und in der Permafrostzone. Von 2017 bis 2021 entwickeln die beteiligten Helmholtz-Zentren das mobil und flexibel einsatzfähige Messsystem, ab 2022 soll MOSES für den regulären Einsatz bereitstehen.

Das Institut für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht arbeitet bei der Wirkungskette „Hydrologische Extreme“ an der Untersuchung von Hoch- und Niedrigwasserereignissen im Elbeästuar eng mit dem Alfred-Wegener-Institut, dem Umweltforschungszentrum Leipzig und dem GEOMAR zusammen. Mehrere Forschungsfahrten in der deutschen Bucht mit bis zu drei Forschungsschiffen dienen der Vorbereitung auf den „Ernstfall“ - einem Flutereignis -, damit die logistischen und wissenschaftlichen Vorbereitungen bis zu dem Punkt entwickelt werden können, dass bei Eintritt einer Flut gezielt und effizient Messungen vorgenommen werden können.

Darüber hinaus koordiniert das Institut für Küstenforschung die „Ozeanwirbel“-Wirkungskette in MOSES. In Zusammenarbeit mit dem GEOMAR wird unter Einsatz von modernster Messtechnik im und auf dem Wasser sowie aus der Luft mit zusätzlicher Unterstützung von Computermodellen die Entstehung, Entwicklung und der Zerfall von kleinskaligen Wirbeln im Detail untersucht. Diese Wirbel haben einen maßgeblichen Einfluss auf den Energiehaushalt der Ozeane sowie auf chemische und biologische Prozesse (Uhrwerk Ozean).


Weitere Informationen und Ansprechpartner im Institut für Küstenforschung


MOSES Website

Dr. Holger Brix
Dr. Holger Brix

(Hydrologische Extreme)

Tel: +49 (0)4152 87-1523

E-Mail Kontakt
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Prof. Dr. Burkard Baschek
Prof. Dr. Burkard Baschek

(Ozeanwirbel)

Tel: +49 (0)4152 87-1533

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