Biogeochemie im Küstenmeer
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Umweltchemie

Aus Industrieprozessen und einer Vielzahl anderer Quellen gelangen Schadstoffe in die Umwelt. Die Abteilung Umweltchemie untersucht Vorkommen, Verbreitungswege und Verbleib dieser anthropogenen Schadstoffe in küstennahen und marinen Gebieten.

Die Wissenschaftler erforschen die aktuelle Schadstoffbelastung, aber auch deren historische Entwicklung in der Natur – beispielsweise durch den Vergleich von Luft- und Wasserproben mit Proben aus Sedimenten. Durch die enge Kooperation mit der Arbeitsgruppe Chemietransportmodellierung untersuchen die Wissenschaftler, wie sich Schadstoffe regional und global verbreiten und aus welchen Quellen sie stammen.

Im Fokus der Arbeit stehen derzeit langlebige organische Schadstoffe, insbesondere polyfluorierte Verbindungen, wie sie in Antihaftbeschichtungen sowie Fett und Wasser abweisenden Materialien zum Einsatz kommen. Außerdem wird das Vorkommen und Verhalten von alternativen Flammschutzmitteln untersucht. Beiden Substanzgruppen ist gemein, dass sie sehr langlebig sind und sich deshalb in der Nahrungskette stark anreichern. Inwieweit sie toxisch wirken und welche die bedeutendsten Schadstoffquellen sind, ist bislang noch weitgehend unerforscht.