Chemietransportmodellierung

Projekte

CNSS - Clean North Sea Shipping

Clean North Sea Shipping (CNSS) ist ein von der EU im Rahmen des Europäischen Regionalen Entwicklungsfonds (ERDF) gefördertes INTERREG IVB Nordsee Projekt. Die Partner kommen aus 6 Nordseeanrainerstaaten, unter ihnen sind neben Forschungszentren und Universitäten auch Häfen, Städte und Behörden. Ziel von CNSS ist eine saubere Schifffahrt mit weniger Luftverschmutzung im Nordseeraum. Dazu untersuchen die Projektpartner verschiedene Technologien zur Reduktion von Schiffsabgasen, darunter die Nutzung von Flüssiggas als Treibstoff sowie die Versorgung von Schiffen mit Landstrom im Hafen. CNSS will politische Prozesse zur Entwicklung einer sauberen Schifffahrt auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene unterstützen. Grundlage dafür sind u.a. die folgenden Aktivitäten:

• Erstellung eines detaillierten Schiffsemissionsregisters für die Nordsee
• Bestimmung des Anteils der Schifffahrt an der Konzentration von atmosphärischen Schadstoffen im Küstenraum mittels Chemietransportmodellierung
• Analyse der technischen Möglichkeiten zur Emissionsminderung
• Entwicklung von Emissionsszenarien für die Zukunft
CNSS - Clean North Sea Shipping

SAIL

Mehr als 90 % des globalen Frachtvolumens wird von Schiffen transportiert. Steigende Treibstoffpreise und die Notwendigkeit zur Reduktion von Luftschadstoffen aus dem Schiffsverkehr machen alternative, saubere Antriebssysteme auch wirtschaftlich interessant. Im SAIL Projekt werden neuartige Hybridsysteme, die herkömmliche Antriebe mit Dieselmotoren mit neuen Segeltechnologien kombinieren, entwickelt. Konzeptstudien zur technischen Realisierbarkeit von Hybridantrieben werden in SAIL mit Windverfügbarkeitsstudien verbunden, um Szenarien für die zukünftige Nutzung von Windantrieben zu entwickeln. Es werden Geschäftsmodelle für die Betreiber von Hybrid-Segelschiffen und für potenzielle Investoren erstellt. Ebenso untersucht das Projekt Anreizsysteme, die die Entwicklung von Hybrid-Segelschiffen fördern könnten. Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht berechnet die erreichbare Reduktion von Luftschadstoffen und untersucht den Nutzen für die Umwelt durch die verringerte Belastung der Luft mit Schadstoffen aus Schiffsabgasen.
SAIL ist ein von der EU gefördertes INTERREG IVB Nordsee Projekt, das von 2012 bis 2015 läuft. In SAIL haben sich 17 Partner aus 7 Nordseeanrainerstaaten zusammengeschlossen.
Project SAIL

GMOS - Global Mercury Observation System

Im EU Projekt Global Mercury Observation System (GMOS) wird ein globales Beobachtungs-Netzwerk für Quecksilber in der Atmosphäre aufgebaut. Ziel ist es, die zeitlich-räumliche Verteilung der Quecksilber-Konzentrationen in der Umgebungsluft und im Niederschlag durch koordinierte Messungen über einen langen Zeitraum weltweit zu erfassen. Das Beobachtungsnetzwerk wird durch regionale und globale Atmosphärenmodelle ergänzt. Durch die Modellierung können Lücken im Beobachtungsnetzwerk geschlossen werden um ein umfassenderes Bild der Quecksilberverteilung in der Umwelt zu gewinnen. Chemietransportmodelle helfen auch, den globalen Transport von Quecksilber, seine chemische Umsetzung in der Atmosphäre sowie den Kreislauf zwischen verschiedenen Umweltkompartimenten besser zu verstehen.
GMOS wird im 7. Forschungsrahmenprogramm für den Zeitraum 2010-2015 gefördert. Das Projekt hat 24 Partner aus 20 Ländern der Erde.
GMOS - Global Mercury Observation System

In MeSMarT (Messungen von Schiffsemissionen in der marinen Troposphäre) werden Transport und chemische Umwandlung von Schiffsemissionen in der Nordsee untersucht. Moderne Fernerkundungsmethoden wie MAX-DOAS und Satellitendaten werden mit in-situ Messungen auf Forschungsschiffen und an Küstenmessstationen verknüpft, um die Ausbreitung von Schiffsemissionen in der marinen Grenzschicht zu untersuchen. Eine detaillierte Erfassung der Schiffsemissionen in der Nordsee und die nachfolgende Anwendung des Chemietransportmodells CMAQ ermöglichen es, den Einfluss der Emissionen auf den Küstenraum und die Nordsee zu untersuchen.
Die Partner in diesem 3-jährigen Projekt (2012-2015) sind das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, das Institut für Umweltphysik der Universität Bremen und die Arbeitsgruppe Chemietransportmodellierung am Institut für Küstenforschung.

NOSCCA - North Sea Region Climate Change Assessment

NOSCCA ist eine aus der Wissenschaftsgemeinde entsprungene Initiative – angestoßen durch HZG, die es sich zum Ziel gesetzt hat, einen umfassenden Klimabericht für den gesamten Nordseeraum zusammenzustellen. Das interdisziplinäre und transdisziplinäre Assessment wird sich allen Aspekten des vergangen, gegenwärtigen und zukünftigen Klimawandels im Großraum Nordsee widmen. Zudem werden die Auswirkungen des Klimawandels auf die marinen und terrestrischen Ökosysteme und sozio-ökologischen Sektoren betrachtet.
NOSCCA - North Sea Region Climate Change Assessment