Biogeochemie im Küstenmeer
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Alkalinität im Watt (Foto: Ina Frings)

Alkalinität

Der Begriff Alkalinität definiert das Säurebindungsvermögen von Böden, Gesteinen und Wasser. Die gleichnamige Arbeitsgruppe beschäftigt sich im Rahmen des Projektes „The Ocean’s Alkalinity: Connecting geological and metabolic processes and time-scales“ mit der Kontrollfunktion der Ozeane für atmosphärische Kohlendioxid-Gehalte (CO2). Dies geschieht durch die Alkalinität der Ozeane, die den Einfluss von natürlichen oder anthropogenen Störungen auf CO2- und pH-Bedingungen in den Ozeanen puffert und somit ebenso auf die CO2-Gehalte in der Atmosphäre wirkt.

Alkalinität entsteht bei Verwitterungsprozessen von Gestein sowie bei anaeroben Prozessen in Sedimenten der Küstenmeere. Letzere stehen in direkter Abhängigkeit von der Eutrophierung, weil erhöhte Flusseinträge von Nitrat die Bildung von Alkalinität sowie die Zehrung von Sauerstoff und Ozeanversauerung fördern.

Das Projekt untersucht, in welchem Umfang der globale Klimawandel wie auch die Bemühungen, ihn einzudämmen, das natürliche Alkalinitätsgleichgewicht stören können. Es wird in Zusammenarbeit mit den Universitäten Oldenburg, Hamburg und Exeter (UK) sowie dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven, durchgeführt.