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Zentrum für Biomaterialentwicklung der GKSS in Teltow am Wissenschaftszug "Expedition Zukunft", Wagon Nr. 6 „intelligent + virtuell“ beteiligt

Mit der Darstellung von intelligenten Polymermaterialien, die ihre Form ändern können, beteiligt sich das Zentrum für Biomaterialentwicklung in Teltow am Wissenschaftszug der Max-Planck-Gesellschaft "Expedition Zukunft" der zurzeit auf Deutschlandtournee ist.

Die Fähigkeit von Polymeren, sich aktiv aufgrund externer Stimuli, wie Wärme, Licht oder magnetischem Feld, zu bewegen, ist von großer wissenschaftlicher und technologischer Bedeutung. Die vorgestellten stimuli-sensitiven Formgedächtniskunststoffe sind Materialien, die unter Einwirkung eines externen Anreizes ihre äußere Form gerichtet ändern können. Sie wurden speziell für den Einsatz in der minimalinvasiven Chirurgie entwickelt.

Forschungsexpedition Deutschland 2009

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Wanderausstellung der Max-Planck-Gesellschaft „Expedition Zukunft“ gibt Einblicke in die Welt von morgen, in dem sie über Themen und Entwicklungen berichtet, die gerade erst im Entstehen begriffen sind.

Zur Webseite "Expedition Zukunft"

Als Teil des "Wissenschaftsjahres 2009 – Forschungsexpedition Deutschland" fährt der Wissenschaftszug durch 62 deutsche Städte. Er besteht aus 12 Wagons, die jeweils zu einem eigenen Thema zusammengestellt sind, wie z.B. Ernährung, Gesundheit oder digitale Gesellschaft.
Im Wagen Nr. 6, in dem die Entwicklung neuer Materialien vorgestellt wird, findet sich auch die Präsentation der intelligenten Formgedächtniskunststoffe des Zentrums für Biomaterialentwicklung der GKSS-Forschungszentrums Geesthacht GmbH in Teltow.

„Für die Entwicklung neuer Biomaterialien besteht ein großer Bedarf in der modernen Regenerativen Medizin“, erklärt Prof. Dr. Andreas Lendlein, Leiter des Zentrums für Biomaterialentwicklung der GKSS in Teltow. „Jede spezifische, medizinische Anwendung erfordert eine bestimmte Kombination von Materialeigenschaften und Funktionalitäten des Biomaterials. Diese können nicht durch die heute verfügbaren und in der klinischen Anwendung etablierten Materialien abgedeckt werden. Wir stellen uns der große Herausforderung, multifunktionalisierte Materialien durch Kombination verschiedener Funktionalitäten für die Klinik zu realisieren.“

Der Wissenschaftszug gewährt durch interaktive Ausstellungsstücke, Medienstationen und beeindruckende Bilder einen Einblick in die Labore und Werkstätten deutscher Forschungseinrichtungen. Ein Labor zum Experimentieren bietet an den Wochenendtagen allen Besuchern die Möglichkeit selbst zu Zukunftsforschern zu werden. Damit soll speziell jungen Menschen Forschung und Entwicklung näher gebracht werden.

Kontakt


Sabine Benner

Helmholtz-Zentrum Geesthacht
Institut für Biomaterialienforschung

Tel: +49 (0)3328 352-490

Fax: +49 (0)3328 352-452

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