| News

StipendiatInnen der Studienstiftung des deutschen Volkes zu Gast auf dem Teltower Campus

Während einer Praktikumswoche der AG „Multifunktionale Materialien für die Biomedizin“ waren im März StipendiatInnen der Studienstiftung des deutschen Volkes auf dem Teltower Campus zu Gast. Die AG wird von Prof. Lendlein geleitet und ist Teil des Programms „Wissenschaftliches Kolleg“, mit dem die Studienstiftung frühzeitig das Interesse an der Wissenschaft weckt und junge WissenschaftlerInnen fördert.

Studienstiftung

Die StipendiatInnen der Studienstiftung des deutschen Volkes unter Betreuung von Dr. Schroeter (vorne links) und Prof. Lendlein (rechts)

Die AG „Multifunktionale Materialien für die Biomedizin“ gehört zum natur- und ingenieurwissenschaftlichen Kolleg. Die Kollegs bestehen aus jeweils fünf bis sechs Arbeitsgruppen. Für die Teilnahme an dem zweijährigen Kolleg müssen sich die StipendiatInnen bewerben. Sie kommen einmal im Semester zu einem einwöchigen Seminar zusammen. Die TeilnehmerInnen der AG „Multifunktionale Materialien für die Biomedizin“ zeigten sich besonders engagiert und wurden zusätzlich zu den Seminartreffen für eine Praktikumswoche nach Teltow eingeladen.

Das Praktikum bot Einblick in den komplexen Prozess der Entwicklung neuer medizinischer, biomaterialbasierter Therapien. Die StudentInnen verschiedener Fachgebiete hatten Gelegenheit, für sie noch unbekannte Arbeitsfelder der jeweils anderen Disziplinen kennenzulernen. Ein wichtiges Ziel war dabei auch, zu überprüfen, ob sich zuvor im Seminar entwickelte Ideen, wie z.B. ein Wundkleber oder ein Polymerknorpelersatz, konkret verwirklichen lassen: „Man denkt als Biologe oder Mediziner oft erst einmal nur daran, ob ein Material verträglich ist. Hier geht es nun auch um die Machbarkeit und die Möglichkeiten der Herstellung“, so Andreas Nabers, Biologiestudent aus Bochum.

Besonders faszinierte die StudentInnen die Interdisziplinarität des Forschungsfeldes, die sie in Teltow live erleben konnten. „Es ist ein Thema mit riesigem Potential, das in dieser Verknüpfung von verschiedenen Disziplinen so an der Uni nicht vorkommt“, beschreibt Arvid Niemöller seine Motivation an der AG teilzunehmen. Daraus ergeben sich auch neue Perspektiven für das eigene Studium: Bisher ist es beispielsweise eher selten, dass die Mediziner mit konkreten Anfragen zu neuen Materialien an die Forschung herantreten. Projekte wie dieses könnten dies zukünftig ändern, vermutet der Medizinstudent Martin Apitz. Zugleich diente die Praktikumswoche auch der beruflichen Orientierung.
Im Anschluss fand das zweite Seminartreffen in Rastatt statt, weitere Treffen sind im Herbst diesen Jahres in Berlin und im kommenden Jahr in Düsseldorf geplant.

Kontakt


Sabine Benner

Helmholtz-Zentrum Geesthacht
Institut für Biomaterialienforschung

Tel: +49 (0)3328 352-490

Fax: +49 (0)3328 352-452

E-Mail Kontakt