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AFPM 2012 in Italien

Vom 4.-6. Juli 2012 fand zum zweiten Mal die Konferenz „Advanced Functional Polymers for Medicine“ statt, dieses Jahr in Vico Equense/Italien. Sie wurde von Prof. Dr. Luigi Ambrosio (National Research Council of Italy), Prof. Dr. Dirk Grijpma (University of Twente) und Prof. Dr. Andreas Lendlein (HZG) geleitet. Als jährliche Veranstaltung dienen die AFPM-Seminare dem interdisziplinären Austausch auf dem Gebiet der polymerbasierten Biomaterialien. Zugleich bieten die AFPM-Konferenzen insbesondere jüngeren Nachwuchswissenschaftlern ein exklusives Diskussionsforum im kleineren Kreis.

Dsc 0644 Klein

Biomaterialien auf Polymerbasis sind insbesondere im Bereich der regenerativen Medizin vielfältig einsetzbar, indem sie z.B. körpereigene Regenerationsprozesse unterstützen oder eine verbesserte operative Handhabung durch die Kliniker gewährleisten. Die bisher verfügbaren und in der klinischen Anwendung etablierten Materialien können die komplexen Anforderungen nicht vollumfänglich erfüllen. Neuartige polymerbasierte Biomaterialien werden mit spezifischen Funktionen ausgestattet, z.B. einem Formgedächtnis oder der Fähigkeit der kontrollierten Wirkstofffreisetzung. Diese können auch kombiniert und für die jeweilige medizinische Anwendung maßgeschneidert werden, was weitreichende neue Möglichkeiten eröffnet.

Der interdisziplinäre Austausch ist für dieses Forschungsfeld von großer Bedeutung, um die aktuellen Problemstellungen aufzugreifen und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln. Aus diesem Grund wurde die AFPM-Seminarserie 2010 mit dem Heraeus Seminar „Degradable Polymers as Biomaterials” in Bad Honnef von Andreas Lendlein initiiert und aufgrund der positiven Resonanz 2011 in Twente/Niederlande und in Italien fortgesetzt. Themenschwerpunkte der diesjährigen Konferenz waren Polymersynthese und –degradation, dreidimensionale Scaffolds, Biomimetische Polymere, Mikro- und Nanopartikel und Drug Delivery, Interaktionen mit Polymeroberflächen sowie Zell-Material-Interaktionen.

Ein Anliegen der Seminarreihe ist es auch, den Dialog zwischen den führenden Experten des Forschungsbereichs und jungen Nachwuchswissenschaftlern zu fördern. In ihren Vorträgen erläuterten die 21 international renommierten Sprecher den aktuellen Wissensstand und die Fragestellungen. 28 Doktoranden und junge Nachwuchswissenschaftler präsentierten im Rahmen einer Postersession ihre aktuellen Forschungsergebnisse und konnten diese mit den führenden Experten diskutieren. Die Beiträge wurden in einer Sonderausgabe des Journals of Applied Biomaterials and Functional Materials und einer Sektion in dem Journal Acta Biomaterialia veröffentlicht.

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Sabine Benner

Helmholtz-Zentrum Geesthacht
Institut für Biomaterialienforschung

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