Entstehungsgeschichte

Im Jahre 1955 legten die Pariser Verträge die Stellung der Bundesrepublik Deutschland innerhalb der westlichen Staatengemeinschaft fest und erlaubten auch deutschen Forschern die Beteiligung an der Atomforschung. Im selben Jahr begannen in Hamburg die Vorbereitungen zur Entwicklung eines Kernenergieantriebs für Frachtschiffe.

In kurzer Zeit ließen sich die vier Küstenländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen ebenso wie zahlreiche Unternehmen von der Bedeutung und den Erfolgsaussichten eines derartigen Projekts überzeugen. Mit Hilfe der Schiffbautechnischen Gesellschaft und der Hamburger Wirtschaftsbehörde konnte schließlich auch das Bundesministerium für Atomfragen als wichtigster Förderer gewonnen werden.

Am 29. Juli 1955 wurde von den Initiatoren der geplanten Forschungseinrichtung die Studiengesellschaft für Kernenergieverwertung in Schifffahrt und Industrie e.V (KEST) gegründet. Deren Satzungsgemäße Aufgabe bestand darin, die Verwertung der Kernenergie in Schifffahrt und Industrie mit dem Ziel zu erforschen, die Bedingungen für die Erstellung von wirtschaftlich rentablen Kernreaktoren für diese Zwecke in allen Einzelheiten praktisch zu klären.

Die KEST schaffte die Voraussetzung, Fördermittel der vier Küstenländer und des Bundes für die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu erhalten. Am 18. April 1956 wurde dann die Gesellschaft für Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schifffahrt mbH (GKSS) gegründet. Aus der KEST wurde die Fördergesellschaft.