Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Thursday, 20-Jun-2013 05:32:47 CEST
http://www.hzg.de/public_relations/press_releases/032953/index_0032953.html.de

25.06.2012 Pressemitteilung

Forschung vor Anker: von Neustadt über Travemünde und Lübeck nach Kühlungsborn

Vom 02. bis 06. Juli präsentiert sich das Institut für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht auf dem institutseigenen Forschungsschiff „Ludwig Prandtl“. In Neustadt, Travemünde, Lübeck und Kühlungsborn kann beim Open Ship jeder an Bord kommen und erleben, wie moderne Küstenforschung funktioniert und wie Wissenschaftler an Bord eines Forschungsschiffes arbeiten. Die Schiffscrew und die Geesthachter Küsten- und Klimaforscher stehen den Besuchern Rede und Antwort. Der Besuch des Schiffes und die tourbegleitenden Abendvorträge sind kostenlos.

Das Forschungsschiff „Ludwig Prandtl“ des Helmholtz-Zentrums Geesthacht in der Nordsee. Durch den geringen Tiefgang kann die „Ludwig Prandtl“ vor allem in flachen Küstengewässern eingesetzt werden (© Christian Schmid für HZG). Das Forschungsschiff „Ludwig Prandtl“ des Helmholtz-Zentrums Geesthacht in der Nordsee. Durch den geringen Tiefgang kann die „Ludwig Prandtl“ vor allem in flachen Küstengewässern eingesetzt werden (© Christian Schmid für HZG).

Wie werden Meeresströmungen gemessen? Wie stark steigt der Meeresspiegel in der Ostsee und sieht man vom Ausguck der Vogelzähler auch manchmal Schweinswale im Meer?

Vom 02. bis 06. Juli können diese Fragen den Küstenforschern des Helmholtz-Zentrums Geesthacht direkt gestellt werden. Das Institut für Küstenforschung legt auf der diesjährigen „Forschung vor Anker“ Tour mit dem institutseigenen Forschungsschiff „Ludwig Prandtl“ in den Häfen Neustadt, Travemünde, Lübeck und Kühlungsborn an.

An den Open Ship Nachmittagen können die Besucher jeweils von 15:00 bis 18:00 Uhr das Schiff erkunden und Einblicke in die Küsten- und Klimaforschung bekommen. Es darf ausprobiert und gefragt werden und auch der Kapitän lässt sich auf der Brücke gerne in die Seekarten gucken. In Travemünde, Lübeck und Kühlungsborn finden öffentliche Abendvorträge statt.

Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog

Forschung vor Anker 2011: Open Ship im Hafen von Greifswald/Wieck. Forschung vor Anker 2011: Open Ship im Hafen von Greifswald/Wieck.

„Als wissenschaftlicher Kooperationspartner der diesjährigen „Stadt der Wissenschaft“ Lübeck, ist sofort klar gewesen, dass wir den Schwerpunkt unserer Tour in die Lübecker Bucht legen“, so Prof. Dr. Hans von Storch, Leiter des Instituts für Küstenforschung, der die „Forschung vor Anker“ Tour von Anfang an begleiten wird. „Genau wie den Wissenschaftlern in Lübeck ist es auch unser Anliegen, mit der Öffentlichkeit in den Dialog zu treten.“

Gemeinsam mit den an der Tour beteiligten Wissenschaftlern ist ein spannendes Vortragsprogramm entstanden. Bei drei öffentlichen Abendveranstaltungen referieren Wissenschaftler über die Ostseeküste im Klimawandel und die Physik von Ozeanwellen. Prof. Dr. Hans von Storch wird gemeinsam mit Prof. Dr. Erich Becker vom Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik (IAP) in Kühlungsborn Auskunft darüber geben, ob Sturmfluten in Zukunft höher auflaufen könnten oder was die grünen Laserstrahlen messen, die vom Institutsgebäude des IAP ausgesendet werden.

Das Projekt RADOST (Regionale Anpassungsstrategien für die deutsche Ostseeküste) stellt an Bord Anpassungsstrategien an den Klimawandel vor - zum Beispiel für den Küstenschutz, für das Strandmanagement oder für die Nutzung erneuerbarer Energien. Auf gesonderten Ausfahrten sind Gäste aus Wissenschaft, Politik und Behörden eingeladen und können mit den Küsten- und Klimaforschern ins Gespräch kommen.

„Forschung vor Anker“ Programm

Montag 02. Juli Neustadt

15:00 bis 18:00 Uhr Open Ship im Hafen von Neustadt

Dienstag 03. Juli Travemünde

15:00 bis 18:00 Uhr Open Ship am Ostpreußenkai in Travemünde

19:00 Uhr Abendvortrag auf der SS Passat im Priwallhafen Travemünde

„Ostseeküste im Klimawandel – Änderungen und Folgen bisher und in Zukunft“ (Dr. Insa Meinke, Norddeutsches Klimabüro am Helmholtz-Zentrum Geesthacht & Dr. Marcus Reckermann, Internationales Baltex Sekretariat am Helmholtz-Zentrum Geesthacht)

Mittwoch 04. Juli Lübeck

15:00 bis 18:00 Uhr Open Ship am Hansekai an der Untertrave (nahe des Schuppen 9)

19:00 Uhr Abendvortrag in den Media Docks (Eingang B) Lübeck

„Vom Leben der Welle Bella – Physik der Ozeanwellen“ (Dr. Ralf Weiße, Helmholtz-Zentrum Geesthacht)

Donnerstag 05. Juli Kühlungsborn

15:00 bis 18:00 Uhr Open Ship im Hafen von Kühlungsborn

19:00 Uhr Abendvortrag im Morada Resort Kühlungsborn

Norddeutschland forscht! Zwei Beispiele:

„Jenseits der Flughöhe – was wissen wir über die mittlere Atmosphäre?“

„Wellen, Stürme und Heimat vor dem Deich – die Erforschung der Küstenmeere“

(Prof. Dr. Erich Becker, Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik & Prof. Dr. Hans von Storch, Helmholtz-Zentrum Geesthacht)

Freitag 06. Juli Kühlungsborn

Gästefahrt von Kühlungsborn nach Kiel

Der Besuch des Forschungsschiffes und die Abendvorträge sind kostenlos.

Hintergrund

Das Forschungsschiff „Ludwig Prandtl“

Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht ließ das Forschungsschiff „Ludwig Prandtl“ speziell für den Einsatz in der flachen oder tidebeeinflussten Nord- und Ostsee bauen. Das Schiff bietet Platz für eine umfangreiche wissenschaftliche Ausrüstung.

Aufgrund der Seetauglichkeit und des geringen Tiefgangs von weniger als zwei Metern kann die „Ludwig Prandtl“ hervorragend für den Einsatz im Übergangsbereich Watt und offene See genutzt werden.

Die Messeinsätze mit der Ludwig Prandtl dienen insbesondere dazu, neue Messsysteme für das Monitoring von Küstengewässern zu erproben, Wasser- und Sedimentproben zu entnehmen sowie einheitlich und sicher Daten der Wasserqualität zu erfassen.

Service

Besuch und Ausfahrten des Forschungsschiffes „Ludwig Prandtl“

Journalisten sind herzlich eingeladen das Forschungsschiff während der „Open Ship“ Nachmittage zu besichtigen oder die Abendveranstaltungen zu besuchen.

Für eine begrenzte Anzahl von Journalisten besteht die Möglichkeit, bei den Ausfahrten der „Ludwig Prandtl“ dabei zu sein. Es wird um eine vorherige Anmeldung über das Helmholtz-Zentrum Geesthacht gebeten.

Weitere Informationen

Zur Veranstaltungsseite der „Forschung vor Anker“ Tour


Zur Seite des Helmholtz-Zentrums Geesthacht


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